Liebesleben Sophie von Kessel: Irrungen und Wirrungen

Intendant auch in Liebesdingen: Martin Kušej und Sophie von Kessel bei der „Fidelio-Premiere“ in der Münchner Staatsoper. Foto: imago

Ganz offen: Schauspielerin Sophie von Kessel spricht über ihre Liebe zu Resi-Intendant Martin Kušej und die Trennung von Stefan Hunstein

 

Genau vor zwei Jahren, im Dezember 2010, bildete die Abendzeitung das neue Paar ab: Martin Kušej und Sophie von Kessel waren gemeinsam zur „Fidelio“-Premiere in der Staatsoper erschienen. Ein neues Paar? Die Schauspielerin war doch seit 13 Jahren mit ihrem Kollegen Stefan Hunstein zusammen. Offenbar hatte es nun aber zwischen zwischen ihr und dem neuen Intendanten des Residenztheaters gefunkt. Jetzt gesteht Sophie von Kessel in einem Interview mit der „Bild am Sonntag“: „Ich habe viel Liebeskummer ausgelöst!“

Nach kurzer Zeit der Liaison, so berichtet sie heute, suchte sie das Gespräch mit ihrem Lebensgefährten Stefan Hunstein, um das „gemeinsame Leben zu retten. Schließlich haben wir zwei gemeinsame Kinder.“ Kessel selbst kennt Trennungsschmerz als Kind, ihre Eltern trennten sich, als sie acht Jahre alt war. Sie lud ihre Wut an ihrer Mutter ab. Der weltreisende Diplomatenvater war ohnehin schwer zu greifen. Einen klassischen Fehler vieler Eltern macht von Kessel für das Scheitern ihrer Beziehung verantwortlich: „Wir waren zu leidenschaftlich Eltern und haben zu wenig an uns gedacht.“ Nach dem Muster: Die Frau ist eng mit den Kindern zusammen, der Mann wird ausgeschlossen.

Jetzt hat Stefan Hunstein selbst eine neue Lebensgefährtin, wohnt aber noch in der Nähe seiner Kinder. Mit ihrem Freund und Intendanten Martin Kušej ist Sophie von Kessel aber nicht zusammengezogen: „Ich habe meine eigenen vier Wände, in denen ich mit meinen Kindern lebe.“ Und heiraten? „Für eine Ehe fehlt mir die romantische Komponente."

Die meisten Menschen, die Sophie von Kessel begegnen, halten sie für eine sehr kontrollierte und rationale Frau – auch in Liebesdingen. „Ich habe immer gedacht, diese Gefühle steuert man“, sagt sie der „Bild am Sonntag“. Diesmal war es offenbar anders. Auf das berufliche Kennenlernen folgte die Gefühlsverwirrung: „Ich konnte eine Zeit lang nicht mehr denken und war mit der Situation komplett überfordert.“ Beim Theaterpublikum ist Sophie von Kessel äußerst beliebt. In den Jahren 2008 und 2009 durfte sie „Jedermann“ betören, bei den Salzburger Festspielen. Und was erwartet man von einer Buhlschaft? Viel Erotik und Sex, auch wenn Sophie von Kessel oft wie eine kühle Blonde wirkt.

Am Residenztheater kann man sie morgen in Schnitzlers Skandalstück „Reigen“ wieder buhlen sehen, in einer Rolle zwischen dem Sexbusiness der Prostituierten und dem Schlampentum einer koksenden Schauspielerin. Am Montag spielt sie im ZDF (20.15 Uhr) in Rainer Kaufmanns „In den besten Familien“, der Fortsetzung von „Das Beste kommt erst“.

Aus bester Familie stammt die Diplomatentochter auch selbst. Ob das Beste für sie noch kommt, wird sich zeigen.

 

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