Liebesdienste im Sperrbezirk Dumm gelaufen: Prostituierte trifft sich mit Polizist

Eine 22-Jährige hat im Sperrbezirk ihre Dienste angeboten (Symbolfoto). Foto: dpa

Eine 22-Jährige bietet sich im Internet an. Doch zum Schäferstündchen im Hotel kommt statt eines Freiers ein Zivilfahnder.

 

München - In sexy Dessous gekleidet öffnete die 22-Jährige ahnungslos die Tür ihres Zimmers im Ibis Hotel, unweit des Hauptbahnhofs. Auf dem Bett hatte die Liebesdame bereits einige Kondome und Feuchttücher für das bevorstehende Schäferstündchen bereitgelegt. Doch der Mann, mit dem sich die Frau via SMS in dem Hotel in der Maxvorstadt und damit mitten im Sperrbezirk verabredet hatte, war nicht interessiert an amorösen Abenteuern.

Der vermeintliche Freier sah sich interessiert im Hotelzimmer um: Das verführerische Outfit seiner jungen Gastgeberin, dazu die Kondome auf dem Bett – die Dame hatte sich damit selbst als Prostituierte überführt. Statt eines Geldbeutels zückte der vermeintliche Freier einen Dienstausweis und gab sich als Fahnder des Kommissariats K 35, der Sitte, zu erkennen. Damit war das illegale Schäferstündchen beendet, noch bevor es begonnen hatte.

Wie viele Kunden die 22-Jährige in dem Hotel an der Dachauer Straße empfangen hat, versucht die Kripo gerade herauszufinden. Die Frau hatte ihre Freier über Kontaktanzeigen im Internet kennengelernt.

Die Frau wurde aufs Polizeipräsidium gebracht und wegen illegaler Prostitution angezeigt. Dabei klärten die Beamten die Kroatin über die Regeln in der Münchner Rotlichtszene auf und auch darüber, dass sie innerhalb des Sperrbezirks nicht ihrem Job nachgehen darf.

Zuletzt hatte das K 35 im Juli in Neuried ein komplettes illegales Bordell ausgehoben. Ein Pärchen aus Polen hatte für Liebesdamen aus ihrer Heimat ein Reihenhaus gemietet und sechs Zimmer entsprechend umgebaut und eingerichtet. Die illegale Prostitution im Sperrbezirk flog auf, als sich Nachbarn beschwerten, dass ihre Kinder mittags Freiern und Prostituierten über den Weg liefen.    

 

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