Leute Zu sexy! Plakat-Wirbel um Szene-Club

Eines der Plakate des "Max und Moritz"-Clubs Foto: Max und Moritz

Nipple-Gate in München: Auffahrunfälle und eine aufgebrachte Stadtkultur GmbH – das „Max & Moritz“ muss seine Werbekampagne entschärfen.

 

Erst krachte es auf der Straße – jetzt im Nachtleben: Das „Max & Moritz“, cooler Szene-Club am Maximiliansplatz, hat Ärger wegen seiner Werbekampagne. Die Plakate, die seit rund zwei Wochen zwischen Schwabing und Haidhausen hängen, sind der Stadt viel zu sexy.

Das Eklat-Ergebnis: Auffahrunfälle und eine aufgebrachte Stadtkultur GmbH, zuständig um Außenwerbung.

Insgesamt gibt es vier Plakat-Motive, die für den In-Club werben. Eines zeigt eine nackte Brustwarze, ein anderes eine Männerhand, die à la Calvin-Klein-Reklame in einer Unterhose steckt. Diese zwei Motive sind der Stadtkultur GmbH ein Dorn im Auge.

Das Brust-Motiv musste sofort entschärft werden. Dann bekam „Max & Moritz“-Chef Constantin Wahl nochmal Post von der zur Stadtkultur gehörenden Ströer Deutsche Städte Medien GmbH: „Das entschärfte ,Girl Motiv’ ist ok, aber wir haben mit dem ,Boy Motiv’ ein Problem, da dies ,Typ spielt mit seinem Gemächt!’ so nicht in den Aushang darf.“

Das Männer-Plakat darf jetzt nur in Unterführungen hängen. Das entschärfte Frauen-Plakat wird ab 17. April in der Stadt zu sehen sein. Party-König Wahl ärgert sich über die Zensur. Der AZ sagt er: „Ich kann die Entscheidung nicht nachvollziehen. Da hängen sonst viel freizügigere Plakate herum. Aber die Zahl der geklauten Plakate gibt uns Recht, dass es zumindest bei der Zielgruppe ankam.“ Die verschärften Plakate hängen jetzt nur noch im „Max & Moritz“ – dort hat niemand etwas dagegen. Kimberly Hoppe

 

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