Leute "Menschen bei Maischberger": Blackys schwerer Auftritt

Joachim Fuchsberger trat bei "Menschen bei Maischberger" zum ersten Mal seit dem Unfalltod seines Sohnes wieder im TV auf Foto: dpa

Bei „Menschen bei Maischberger“ erzählt Joachim Fuchsberger zum ersten Mal im Fernsehen, wie schwer es für ihn und seine Frau ist, den Tod ihres Sohnes Thomas zu verarbeiten

 

Seine Worte klingen gefasst. Und doch ist ihm anzumerken, wie sehr ihn der Schmerz noch immer quält. Der Schmerz, den der Tod seines Sohnes auslöste. Vor drei Monaten ertrank Thomas Fuchsberger (53) in Kulmbach. Am Dienstag sprach Joachim Fuchsberger (83) zum ersten Mal im TV über seine Trauer – ein bewegender Auftritt bei „Menschen bei Maischberger".

Vieles habe sich nach Thomas' Tod geändert, sagt der trauernde Vater Fuchsberger: „Vor allem die Einstellung für das, was man für wichtig gehalten hat. Alles wird nichtig.“ Den Schicksalsschlag haben Blacky und seine Frau Gundel (80) noch lange nicht überwunden: „Es heißt immer: Zeit heilt alle Wunden. Ich zweifle ein wenig daran, dass wir diese Zeit noch haben. Wir sind beide über achtzig.“

Eigentlich war geplant, dass Joachim Fuchsbergers Buch „Altwerden ist nichts für Feiglinge" schon Ende Oktober erscheint. Doch dann verunglückte Thomas, der Erscheinungstermin musste auf Mitte Januar verschoben werden. „Der Verlag war so großzügig und hat mir und Gundel geholfen. Ich hätte nicht auf Promotionstour gehen können", sagt er. Der Tod seines Sohnes spielt in dem Buch keine Rolle, es war längst geschrieben. „Das Einzige, was ich noch ändern konnte, war die Widmung. Ich habe das Buch meinem Sohn gewidmet.“

Blacky redet voller Trauer, aber auch voller Stolz über Thomas: „Ich habe von meinem Sohn genauso viel gelernt wie ich ihn gelehrt habe. Er hat mir immer sehr geholfen." Und wie zum Trost will er zwei Dinge vollenden, die Thomas begann: „Zum einen möchte ich das Buch veröffentlichen, das mein Sohn rausbringen wollte, und zum anderen möchte ich seine Musik unter die Menschen bringen. Er hat so tolle Musik gemacht.“ All dies wird Blacky jedoch den schmerzlichen Verlust nicht ersetzen: „Die Unabdingbarkeit des Geschehenen ist das, was uns quält“, sagt er.

Stefanie Neumann

 

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