Leute Leonardo DiCaprio: Süchtig danach Filme zu machen

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BERLIN - Aus dem einstigen Mädchenschwarm ist ein ernstzunehmender Darsteller geworden: Bei der 60. Berlinale stellt Leonardo DiCaprio mit Regisseur Martin Scorsese den Psychothriller «Shutter Island» vor und bekennt, dass er mittlerweile regelrecht süchtig nach dem Filmemachen sei.

 

"Ich bin sehr stolz auf das, was ich bereits geleistet habe. Aber es macht auch abhängig, du willst immer mehr machen". Leonardo DiCaprio bekennt ein Film-Junky zu sein: Süchtig danach Filme zu machen. Dennoch denkt der US-Schauspieler zurzeit darüber nach, sich eine eine Weile etwas auszuruhen. «Es wäre richtig toll, ein paar Monate nur klassische Filme schauen zu können», meinte DiCaprio über seine Leidenschaft, zu Hause auf dem Sofa DVDs anzuschauen.

«Shutter Island» ist nach «Gangs Of New York», «The Aviator» und «The Departed» bereits der vierte gemeinsame Film von DiCaprio und Scorsese. «Ich bin sehr glücklich, mit jemandem zusammenarbeiten zu können, der so talentiert und wissend ist», sagte DiCaprio über seinen Regisseur. «Ich verlasse das Set nie, ohne komplett erfüllt und aufgeregt zu sein.»

In dem 138 Minuten langen Werk «Shutter Island» reist DiCaprio als US-Marshall Teddy Daniels auf eine düstere Gefängnisinsel vor der Küste Bostons. Gefährliche, kriminelle Psychopathen werden dort von einem Wärter- und Ärzteteam um Dr. Cawley (Ben Kingsley) betreut. Doch eine Insassin ist spurlos aus ihrer Zelle verschwunden. Gemeinsam mit seinem Partner Chuck Aule (Mark Ruffalo) nimmt Marshall Daniels ihre Spur auf.

Der Hollywoodstar kam zusammen mit seiner deutschstämmigen Mutter Irmelin zu den Internationalen Filmfestspielen nach Berlin. Bereits am Freitagabend versuchte er, sich unauffällig unter die Festivalgäste zu mischen. Doch der Star wurde bei der Uraufführung der restaurierten Fassung von Fritz Langs Stummfilmklassiker «Metropolis» im Friedrichstadtpalast natürlich entdeckt. «Ich habe versucht unerkannt hineinzukommen, aber sie haben mich doch erwischt.»

Der deutschen Hauptstadt fühlt sich DiCaprio schon seit langem eng verbunden. «Ich kam zum ersten Mal mit meinen Großeltern nach Berlin, als die Mauer noch stand», erzählte er. «Ich habe beide Seiten der Stadt gesehen. Ich habe das Gefühl, einen Teil ihrer Geschichte miterlebt zu haben.» Heute sei Berlin für ihn ein «großes kulturelles Epizentrum», meinte er. «Wenn mich die Paparazzi in Ruhe ließen, würde ich mir auch mehr ansehen!»

Der deutschen Sprache ist DiCaprio übrigens auch mächtig: «Ich kann Deutsch sprechen. Es ist ok. Ich komme herum und kann überleben. Aber stimulierende und intellektuelle Unterhaltungen auf Deutsch? Das wird nicht passieren.» Aber: «Ich kann über das Essen sprechen, wo ich hin muss, und welche Sehenswürdigkeiten es gibt.»

 

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