Leute Filmpreisverleihung: Pierrot plus Prinz

Leopold von Bayern übergibt Sabin Tambrea seinen Filmpreis für "Ludwig II." Foto: Bernd Wackerbauer

Im Prinzregententheater gibt’s Taschengeld, den Porzellan-Filmpreis und einen lässigen Poldi

 

München - Der – laut Umfragen – 47-prozentige Glanz fehlte. Horst Seehofer, der schon am Vortag in Kreuth heftig zum Taschentuch greifen musste, hütete am Freitagabend das Bett. Die Verleihung des Bayerischen Filmpreises fand ohne den Ministerpräsidenten im Prinzregententheater statt.

Die Porzellanfigur ist der begehrteste Filmpreis Deutschlands – vor allem, weil er auch Taschengeld für Schauspieler und Produzenten bringt. 200 000 Euro etwa bekam Stefan Arndt für „Cloud Atlas“. Die Jury hatte erfreulicherweise eine gute Auswahl getroffen. Es kamen auch Stars ins Rampenlicht wie Barbara Sukowa oder Margarethe von Trotta (bekam den Preis des Ministerpräsidenten von dessen Stellvertreter Martin Zeil).

Einer der Ersten im Prinzregententheater war Constantin-Filmchef Martin Moszkowicz. Prinzessin Ursula von Bayern kam mit Schwiegersohn Christian Dienst, dem Gatten von Felipa. Ursulas Mann, Leopold von Bayern, war schon vorher da, weil er den Preis an Ludwig-Darsteller Sabin Tambrea überreichte. Der spindeldürre Moderator Christoph Süß fragte Poldi: „Wie darf ich Sie ansprechen?“ Der Wittelsbacher lässig: „Königliche Hoheit – aber sagen Sie einfach Prinz Leopold zu mir.“

Gräfin Johanna von Stauffenberg sah sich die Verleihung derweil beim Italiener zum die Ecke am TV an – und kam erst zur After-Show-Party ins Theater.

Mehr zum Filmpreis lesen Sie morgen online und in der Montagsausgabe der AZ.

Alle  Gewinner des 34. Bayerischen Filmpreises:

Ehrenpreis des bayerischen Ministerpräsidenten: Margarethe von Trotta

Publikumspreis: Bora Dagtekin („Türkisch für Anfänger“)

Produzentenpreis (dotiert mit 200.000 Euro): Stefan Arndt (X Filme Creative Pool GmbH) für „Cloud Atlas“

Regiepreis (10.000 Euro): Michael Haneke („Liebe“)

Beste Darstellerin (10.000 Euro): Barbara Sukowa („Hannah Arendt“)

Bester Darsteller (10.000 Euro): Tom Schilling („Oh Boy!“)

Drehbuchpreis (10.000 Euro): Jan Ole Gerster („Oh Boy!“)

Preis für Bildgestaltung (10.000 Euro): Jakub Bejnarowicz („Gnade“)

Dokumentarfilmpreis (10.000 Euro): Markus Imhoof („More than Honey“)

Beste Nachwuchsdarstellerin (10.000 Euro): Lisa Brand („Der Verdingbub“)

Bester Nachwuchsdarsteller (10.000 Euro): Sabin Tambrea („Ludwig II“)

Nachwuchsregiepreis (10.000 Euro): Michaela Kezele („Die Brücke am Ibar“)

Bester Kinderfilm (jeweils 5.000 Euro): Cyrill Boss und Philip Stennert („Das Haus der Krokodile“)

Beste Filmmusik (10.000 Euro): Max Richter („Lore“)

Preis der Verwertungsgesellschaft für Nutzungsrechte an Filmwerken (60.000 Euro): Christian Füllmich, Torben Maas und Maximilian Plettau von Filmschaft maas & füllmich / Nominal Film („Nemez“)

 

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