Leserbeitrag aus Giesing Größenwahnsinnige Kampfhamster

AZ-Leserin Carmen Muck, selbst Hundebesitzerin, begrüßt den Vorstoß des Kreisverwaltungsreferats, in der Altstadt den Leinenzwang einzuführen. Ihre Erfahrungen und Vorschläge.

 

Giesing - Ein Lob auf unseren KVR-Referenten. Es wäre wirklich an der Zeit, gerade im Bereich der Spielplätze, Ruhe- und Liegewiesen einen Leinenzwang auszusprechen.

Bei uns in Obergiesing ist das "Hundethema" rund um den Walchenseeplatz ab dem Frühjahr wieder ein regelmäßiges Thema im Bezirksausschuss. Ich selbst hatte auch schon vorgeschlagen, einen Leinenzwang für den Platz zu erlassen, da sich immer wieder Hundehalter extrem daneben benehmen und zur erheblichen Störung beitragen.

So werden Kinder auf dem Platz angesprungen, aber auch ältere und alte Menschen die oftmals auch mit dem Rollator unterwegs sind. Gerade dieser Teil Bürger - Kinder, Alte und Behinderte - benötigen unseren Schutz.

Und da müssen eben die Hundebesitzer und Ihre Hunde zurückstehen. Und ich möchte betonen, dass ich selbst Hundebesitzerin bin. Zwar nur von einem kleinen Zamperl, aber der folgt wenigstens.

Aber dann wird im BA der Vorschlag von Zäunen gemacht, oder eine Mediation, die Hundehalter und Nichthundehalter einander näherbringen und verstehen soll. Aber auch wenn ich andere Hundebesitzer darauf aufmerksam mache, dass sie die Hinterlassenschaft ihres Hundes doch wegräumen sollen, oder ihre Hunde nicht den den gekennzeichneten Verbotsbereichen frei laufen lassen sollen, kriege manchmal nicht nur blöde Antworten, sondern zum Teil sogar Drohungen, so etwa "Pass auf, dass mein Bully Deine Ratte nicht zum Frühstück vertilgt!"

Und nicht nur den Leinenzwang in bestimmten Bereichen finde ich gut, sondern auch den Vorschlag, dass Hundebesitzer den Hunderhalterschein machen; und zwar ALLE HUNDEHALTER, egal wie groß oder klein ihr Hund ist.

Denn ich habe leider auch schon erlebt, dass kleine Hunde durch falsche Erziehung bzw. Nichterziehung zu größenwahnsinnigen Kampfhamstern mutierten. Kombinieren und überwachen könnte sich diese Auflagen zur Hundehaltung mit der Anmeldung zur Hundesteuer. Dabei wird der Hundehalter darauf aufmerksam gemacht, dass er binnen Jahresfrist einen Sachkundenachweis zur Hundehaltung vorzulegen hat, Abnahmestellen für die sachgerechte Hundehaltung könnten z.B, die örtlichen Tierschutzorganisationen sein.

Und als "Lohn" für die Kooperation könnte eine zeitlich zum Beispiel für fünf Jahre befristete Befreiung von der Hundesteuer sein, oder eine dauerhafte Reduzierung zum Beispiel auf 50 % der Hundesteuer. Diese Lösung könnte auch den Kämmerer beruhigen.

Diejenigen, die keinen Sachkunde-Nachweis liefern, müssen mit einem generellen Leinenzwang auf öffentlichen Straßen und Wegen rechnen. Ebenso auf öffentlichen Plätzen. Denn wenn der Hundehalter nicht bereit ist diesen Sachkunde-Nachweis zu liefern, muss er - zum Leidwesen des Hundes - damit rechnen, dass zur allgemeinen Gefahrenabwehr die Freilaufmöglichkeit seines Hundes im Stadtgebiet eingeschränkt wird. Dann muss er halt außerhalb der Stadt seinen Hund frei laufen lassen.

Für eine schnellere und bessere Unterscheidung durch die "Hundekontrolleure", aber auch für die Bürger erhält der Hundehalter erst ein Jahr nach der Anmeldung bzw. nach Vorlage des Sachkundenachweises seine Steuermarke, die im Gegensatz zur herkömmlichen Marke sich durch eine andere Form und ggfs. Farbe auszeichnet.

Sie sehen, das Thema brennt uns gerade in Obergiesing "unter den Nägeln" und wir haben auch über die Durchsetzung Gedanken gemacht.

Wie gesagt, ich bin selbst Hundehalterin und meinen Hund würde jederzeit einen Sachkundeprüfung bestehen; aber nur weil ich mir viel Mühe um die Erziehung meines Hundes mache und mich auch selbst hinterfrage. Ich hoffe nur, dass die Vorlage des KVR-Referenten im Stadtrat so durchgeht.

 

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