Leserbeitrag aus der Fasanerie Schachteam in die Kegelbahn verbannt

Das Schachteam Herren I in ihrem "Ausweichquartier Kegelbahn" vor ihrem Punktspiel gegen den SC Eching. Foto: privat

AZ-Leser Helmut Weltmaier musste sich mit der Schachabteilung kurzfristig einen anderen Spielort suchen. Weil die Spieler zu wenig konsumieren?

 

Fasanerie - Ob sich da der Wirt der Fagana nicht selbst einen Bärendienst erwiesen hat? Obwohl der Nebenraum der Gaststätte Fagane seit Wochen bereits für das Schachteam des FC Fasanerie Nord reserviert war, das am Dienstag, den 9. April einen Spieltag gegen den SC Eching austragen wollte, musste sich dieses kurzfristig einen neuen Spielort suchen.

Doch warum diese Absage an die Schachabteilung, die bereits seit vielen Jahren fester Stammgast im Nebenraum der Vereinsgaststätte ist, jeden Mittwoch ihren Trainingsabend abhält und dort auch ihre Punktspiele absolviert?

Die Antwort ist ganz einfach. Eine Eigentümerversammlung war ebenfalls auf der Suche nach einem Nebenraum, um ihre alljährliche ordentliche Versammlung abhalten zu können. Da war natürlich mehr Profit zu machen wie mit 16 Schachspielern, die sich höchstens ein Getränk für die 90-minütige sportliche Auseinandersetzung mit dem Gegner genehmigen.

Geschadet hat der Umzug in die Kegelbahn sportlich allerdings nicht. Der FC Fasanerie Nord konnte in der Münchner B-Klasse das Aufeinandertreffen mit dem SC Eching klar für sich entscheiden und liegt – immer noch ungeschlagen – auf dem 2. Platz der Tabelle.

Ob man allerdings auch in nächster Zeit auf den Nebenraum der Gaststätte Fagana zurückgreifen oder sich eine neue Unterkunft in einer der umliegenden Gaststätten suchen wird, bleibt offen.

Da kann man nur sagen „Mahlzeit, Herr Wirt“, Gastfreundschaft sieht anders aus, auch wenn sie manchmal nicht soviel Umsatz bringt, wie eine kurzsichtige Entscheidung.

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