Landkreis will nicht aufgeben Kein Geld vom Bund für die U5 nach Ottobrunn

Für die U5 nach Ottobrunn soll es keine Förderung geben. (Symbolbild) Foto: Alexander Heinl/dpa

Gutachter haben festgestellt, dass der verkehrliche Nutzen der U5 nach Ottobrunn nicht reicht. Der Landkreis will aber noch nicht aufgeben.

 

Ottobrunn - Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will in Ottobrunn das Luft- und Raumfahrtzentrum "Bavaria One" mit bis zu 4.000 zusätzlichen Studenten errichten. Diese Ankündigung hat dem Projekt U-Bahn-Verlängerung von Neuperlach über die Stadtgrenze hinaus nach Ottobrunn, Taufkirchen und Neubiberg neuen Schwung gegeben.

Denn: Die Studenten mögen zwar an Raumfahrt basteln, auf dem Weg in die Hochschule stellt sich jedoch die klassische Frage: Auto, Radl oder Bahn? Die Antwort soll U-Bahn heißen, da ist man sich im Pendelverkehr-geplagten Landkreis weitgehend einig. Doch jetzt gibt es einen Rückschlag.

Rückschlag beim U5-Ausbau

Denn vom Bund wird es kein Geld für das Projekt geben. Zumindest vorläufig nicht. Wie das Landratsamt jetzt mitteilte, liegen die Ergebnisse einer Studie vor, die für verschiedene mögliche Trassen das Kosten-Nutzen-Verhältnis darlegt. "Keine der Varianten ist zum jetzigen Zeitpunkt förderfähig", teilte das Landratsamt mit.

Und das, obwohl die Experten bei allen untersuchten Trassen von "hohen Fahrgastzahlen" und von "einer Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene" ausgehen. Verkehrlich sei die Verlängerung "absolut sinnvoll".

Landkreis will nicht aufgeben

Aber eben nicht sinnvoll genug, dass die entscheidenden Fördergelder zu bekommen wären. Landrat Christoph Göbel (CSU) will trotzdem nicht aufgeben. Der Landkreis hat die Gutachter jetzt beauftragt, noch einmal nach Möglichkeiten zu suchen, wie die U-Bahn doch noch gefördert werden könnte.

 

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