Landgericht Er fühlte sich verfolgt: Mann zündet Autos an

Zündete zwei Autos an: Peter T. (59). Foto: jot

Vor dem Landgericht muss sich ein 59-Jähriger verantworten. Er hatte zwei Autos angezündet, weil er sich verfolgt fühlte.

 

München An einem Funkgerät entzündete sich seine Fantasie. Peter T. (Name geändert) sah das Gerät am 30. Juni 2014 in einem Wagen der Telekom, der unweit von seinem Grafinger Haus abgestellt war. Zunächst habe er sich nichts gedacht, berichtete der 59-Jährige vor Gericht.

Doch als er einen halben Tag später wieder an dem Wagen vorbeikam, fühlte er sich bedroht. In seiner Vorstellung waren da dunkle Gestalten am Werk, die ihn ausspionieren wollten.

Der seelisch kranke Mann packte sich ein paar Zeitungen, mit Benzin getränkte Jutesäcke und Grillanzünder, deponierte alles zwischen den beiden parkenden Autos – und steckte diese an. Was er auch zugibt.

Der Brand wurde schnell bemerkt und gelöscht. Beide Wagen wurden schwer beschädigt. Das Telekom-Fahrzeug ist sogar ein wirtschaftlicher Totalschaden.

Peter T. leidet an einer paranoid-halluzinatorischen Schizophrenie. Die Staatsanwaltschaft hat beantragt, ihn in der Psychiatrie unterzubringen.

 

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