Kurioser Polizeieinsatz am Sendlinger Tor Randalierer dreht Polizist Finger um, Mann zieht sich in Zelle aus

Sowohl der Randalierer als auch der 28-Jährige wurden mit Anzeigen im Gepäck wieder entlassen. (Symbolbild) Foto: imago/Arnulf Hettrich

Am Sonntagmorgen kontrolliert die Polizei eine Gruppe Jugendlicher. Plötzlich mischt sich ein 28-Jähriger ein, behindert die Beamten. Die nehmen ihn in Gewahrsam. In der Zelle zieht der Mann seine Unterhose aus.

 

Altstadt - Kurioses Ende eines Einsatzes in der Altstadt. Am Sonntag meldeten sich mehrere Anrufer bei der Polizei und berichteten von einem Randalierer in der Pestalozzistraße.

Mehrere Streifenwagen machten sich auf den Weg. Als Beamte am Sendlinger Tor an einer Personengruppe vorbeifuhren, pöbelten diese die Polizisten an. Der Rädelsführer, ein 22-jähriger Münchner, weigerte sich bei der Personenkontrolle, seine Personalien anzugeben. Er drehte außerdem im weiteren Verlauf der Kontrolle einem Beamten den Zeigefinger um. Erst als Verstärkung anrückte, konnte der 22-Jährige gefesselt und zu Boden gebracht werden. Doch auch auf dem Boden liegend wehrte sich der Mann massiv, er verletzte sich dabei an der Nase.

Journalist zieht sich in Zelle aus

Die Freunde des Randalierers filmten das ganze Geschehen mit ihren Handys. Dann tauchte plötzlich ein bis dato zunächst Unbeteiligter 28-Jähriger auf. Der selbsterklärte Journalist versuchte immer wieder, die Festnahme zu stören: er beleidigte die Beamten und zeigte ihnen den Mittelfinger. Zudem blendete er die Polizisten mit einer LED-Leuchte.

Also nahmen die Polizisten auch ihn in Gewahrsam. Als der 28-Jährige in der Wache in der Zelle saß, zog er sich auf einmal komplett nackt aus "und weigerte sich, sich während des gesamten Gewahrsams wieder anzuziehen", so die Polizei in ihrem Bericht. Er drohte außerdem den Beamten, seine Wahrnehmungen umfangreich zu veröffentlichen.

Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Beleidigung sowie Störung einer Amtshandlung. Der Randalierer und seine Spezln müssen sich wegen Körperverletzung und Widerstand verantworten. Die angefertigten Handyvideos werden als Beweismittel verwendet.

 

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