Kuriose Baustelle in Gern Nun wird auch am Nachbarhaus gearbeitet

Die kuriose Baustelle Ecke Gerner Straße/Klugstraße. Foto: Strasser Foto: Patrick Strasser

An der Ecke Gerner Straße/Klugstraße ist der Neubau fast fertig gestellt. In dem unter Denkmalschutz stehenden Nachbarhaus tut sich nun auch etwas.

 

Nymphenburg - Die Bauarbeiten an einem Mehrfamilienhaus, das historische "Jägerhäusl", an der Ecke Gerner Straße/Klugstraße sind weit vorangeschritten, beinahe abgeschlossen. Das "Jägerhäusl" wurde erstmals vor mehr als 200 Jahren erwähnt.

Das alte Haus wurde komplett abgerissen, entkernt und völlig neu inklusive einer Tiefgarage gebaut.

Während der Bauarbeiten wurde das Nebenhaus, ein uraltes denkmalgeschütztes Haus, das nicht mehr bewohnt wurde und verlotterte, lediglich mit einigen Trägern gestützt und nicht angetastet. Baufällig, scheinbar herrenlos moderte es vor sich hin - und das gegenüber einer hoch frequentierten Filiale der Bäckereikette "Backspielhaus".

Doch nun, weit über ein halbes Jahr nach Baubeginn, kommt Bewegung in das bisher unberührte Häuschen nebenan, erste Säuberungsmaßnahmen haben begonnen. Wird das Haus, in dem über Jahre Müll und modernde Möbelreste lagen, etwa nun doch entkernt und bewohnbar gemacht?

Seit 2006 steht das Jägerhäusl leer. Der Historiker Helmuth Stahleder und der Oberkonservator Uli Walter schrieben einst:

"Ein Baubestand auf dem Grundstück ist bereits auf dem Katasterblatt von 1809 zu erkennen. Neben dem ältesten, 1812 angelegten Kataster war das Jägerhaus mit 12 Tagwerk und 64 Dezimalen Grund ausgestattet, also ein kleiner Bauernhof. Im Brandversicherungsgrundbuch wird es als Wohnhaus des Revierjägers … bezeichnet. … nebst Kuh- und Pferdestall, Stadel, Holzhütte, Backhaus, Hofraum und Gemüsegarten."


 

 

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