Kunst Mehr Aufmerksamkeit für „Various Others“

 Foto: Jung Soyon

„Various Others“ will der Kunststadt München mehr internationale Aufmerksamkeit verschaffen – über das Wochenende hinaus

 

Ob München noch zur internationalen Kunstmetropole wird? Ein Verein strengt sich jedenfalls mächtig an und holt die halbe Stadt ins Boot. „Various Others“ startet parallel zur 31. Open Art in den Kunstherbst – mit einem Veranstaltungsprogramm, das über dieses Wochenende hinausreicht. Wobei die Highlights jetzt am Samstag und Sonntag zu erleben sind, wenn Tausende durch die Galerien und Kulturinstitutionen ziehen.

Den großen Aufbruch hatte sich eine Runde junger Galeristen und Kuratoren vor drei Jahren vorgenommen: Die Münchner Kunstszene soll jünger, internationaler, bunter und die Stadt für Künstler bezahlbar werden, das Ausstellen von Kunst auch für Newcomer finanzierbar sein. Daraus ist nun ein stattlicher Auftritt geworden, denn an vorderster Front stehen vor allem die Etablierten, also die potenten oder zumindest renommierten Galerien wie Barbara Gross, Bernd Klüser, Knust Kunz oder Rüdiger Schöttle. Und nicht zuletzt die Museen und öffentlichen Sammlungen fürs Zeitgenössische.

Es gibt was zu erleben

Dass damit die Aufmerksamkeit mindestens kurzfristig steigt, versteht sich von selbst, zumal die Werbetrommel im großen Stil gerührt wird und heuer zudem internationale Journalisten zur Pressereise geladen sind. Die Damen und Herren werden etwas erleben, so viel ist gewiss, wenn sie zwischen Performance und „Panel Discussion“ (über hybride Institutionsmodelle, Museum Brandhorst, So, 19 Uhr), „Lectures“ und „Award Ceremony“ (Karl & Faber Preis der Stiftung Kunstakademie, Sa, 12 Uhr, Amiraplatz 3), „Art Talk“ (Kunst und Politik, Kunstraum, Holzstr. 10 Rgb., Sa, 14 Uhr) und Previews hin- und herflitzen.

Und dann sind da noch die Münchner Galerien, die Künstler von internationalen Partner-Galerien zeigen wie etwa Johannes Sperling Augustas Serapinas und Malte Zenses von Emalin in London oder Nir Altman unter anderen Eva Grubinger von der Leipziger Galerie Tobias Naehring. Rüdiger Schöttle, der auf den bedeutenden internationalen Messen vertreten ist, hat Ding Yi von der ShangArt Gallery da – das Werk des chinesischen Malers ist von Kreuzen dominiert. Das passt ja wenigstens zum modernen Söder-Bayern.

Doch bei aller hippen Gespreiztheit hat diese Ballung einigen Reiz, und natürlich sind solche Auftritt in globalen Zeiten wichtiger denn je. Auch wenn es am Ende um den Verkauf geht, was sonst, und das junge Format vor allem von den Alteingesessenen getragen wird.

Mehr Programm auf variousothers.com

 

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