Kunde wollte Benzin geschenkt Tankstellen-Angestellte mehrere Meter mit Auto mitgeschleift

Ein Aral-Kunde wollte am Dienstag die Zeche prellen - und schleifte die Kassiererin dabei mehrere Meter mit dem Auto mit. Foto: dpa

Weil die Kassiererin seinen Geldschein nicht annehmen konnte, wollte ein Mann ohne Bezahlung wegfahren. Als ihn die Angestellte an der Abfahrt hindern wollte, wurde sie einige Meter mitgeschleift.

 

Milbertshofen-Am Hart - Die Kassiererin einer Aral-Tankstelle in der Ingolstädter Straße wurde am Dienstagnachmittag von einem Kunden mehrere Meter mit dem Auto mitgeschleift.

Dem ca. 35-Jährigen ging zunächst am frühen Nachmittag das Benzin aus, weshalb er an der Tankstelle Halt machte. Dort wollte er von der 38-jährigen Kassiererin ein paar Liter Benzin geschenkt, um bis nach Hause zu kommen. Seine Bitte wurde von der Kassiererin abgelehnt und er verließ die Aral-Filiale wieder.

Knapp eine Stunde später, gegen 15.45 Uhr, kam der Mann wieder zurück zur Tankstelle. Dort betankte er seinen Wagen für rund 30 Euro und wollte im Shop noch Getränke und Zigaretten kaufen. Den 500-Euro-Schein, mit dem er seine Rechnung begleichen wollte, konnte die Angestellte allerdings nicht annehmen.

Kennzeichen gefälscht - Polizei bittet um Hinweise

Der Mann hatte nun offenbar die Nase voll: Er schnappte sich seinen Einkauf und wollte, ohne zu bezahlen, die Weiterfahrt antreten. Als ihn die Kassiererin und zwei weitere Kunden daran hindern konnten, flüchtete er über eine Notausgangstür und stieg ins Auto.

Die 38-Jährige Kassiererin nahm daraufhin die Verfolgung auf: Sie rannte zum Auto, bekam einen Fuß in die geöffnete Fahrertür und versuchte, den Schlüssel abzuziehen. Den Zechpreller schien das allerdings nicht weiter zu tangieren: Er stieg aufs Gaspedal und schleifte die Frau einige Meter mit. Die 38-Jährige wurde anschließend mit Prellungen und leichten Abschürfungen ins Krankenhaus eingeliefert, welches sie glücklicherweise am Abend schon wieder verlassen konnte.

Die Polizei sucht nun nach dem Unbekannten, der von Aral-Tankstelle in der Ingolstädter Straße Richtung stadtauswärts flüchten konnte. Da die an seinem grauen Opel Tigra angebrachten Kennzeichen allem Anschein nach gefälscht sind, verlief eine umgehend eingeleitete Fahndung erfolglos. Die Polizei bittet nun um Hinweise.

So sah das Auto des des Flüchtigen aus:
Er ist unterwegs mit einem Opel Tigra, Twin Top, grau, ca. 10 Jahre alt, mit dem (gefälschten) Kennzeichen UL-W7193.

So wird der Mann beschrieben:
Ca. 35 Jahre alt, 1,75 m groß und schlank. Er hat dichte, dunkle, leicht gewellte Haare und trug zur Tatzeit ein schwarzes Oberteil mit einem aus mehreren Wörtern bestehenden Aufdruck auf der Rückseite.
Darunter trug er ein dunkles T-Shirt, eine dunkle Jogginghose mit hellen Längsstreifen sowie dunkle Sportschuhe mit heller Sohle. Er hatte eine Sonnenbrille mit schmalen Bügeln auf.

Haben Sie etwas beobachtet?
Wer hat im angegebenen Zeitraum in der Ingolstädter Straße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 13, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 

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