Kultur Nikotinfreie Kinosäle zur Eröffnungssause

So sieht ab September das neue Casablanca aus. Das Modell hat Architektin Ulrike Hilbig entworfen. Foto: Berny Meyer

Nürnberg - Das runderneuerte Filmkunsttheater Casablanca öffnet im September wieder seine Pforten in der Südstadt

 

Während im kleinen Kinosaal schon die neue Wandfarbe trocknet, erinnert der große Saal nur rudimentär an ein Kino: Die Wände müssen noch gestrichen werden, die Bühne besteht derzeit nur aus einem Holzpodest, und die neuen Kinosessel sind noch gar nicht geliefert. Der „Casa e.V.“, der vor einem Jahr das „Casablanca“ in der Südstadt übernahm, befreit seit Anfang des Monats das Kino vom Siebzigerjahre–Mief, an dessen Ende schon der Putz von den Wänden bröckelte, und bestückt die Säle mit digitalen Filmprojektoren. Die vergilbten Glaskacheln an der Decke des großen Saals indes möchte Helfried Gröbe, Vorstand des Vereins, behalten: „Da wischen wir halt einfach das Nikotin der letzten dreißig Jahre weg.“

Für die Renovierungsarbeiten konnte der Verein über 200000 Euro an Spendengeldern zusammentragen, die er in neue Technik und eine neue Bestuhlung investierte. Schreinern, Malern, Verputzen – soweit möglich, erledigen die Vereinsmitglieder sämtliche handwerklichen Arbeiten selbst. Allein die Planung und Gestaltung der Umbauten übernahm mit Ulrike Hilbig eine professionelle Architektin. Am 2. September nimmt das kleine Kino den Betrieb wieder auf, nebst Kneipe, der man ebenfalls ein Lifting verpasste – mit einer im Internet ersteigerten Anrichte. Am 25. September, wenn auch der große Kinosaal fertig ist, findet dann die große Eröffnungssause mit OB Ulrich Maly und Lindenstraße-Regisseur Hans W. Geißendörfer statt. mt

 

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