Kulmbach Freibad-Drama: War Alkohol im Spiel?

Zwei Männer sind im Kulmbacher Freibad vom Sprungturm ins Becken gesprungen. Sie sind beide gestorben, weil kein Wasser im Becken war. Die Obduktion der beiden soll jetzt weitere Ergebnisse liefern. Foto: dpa

Nach dem tödlichen Sprung zweier junger Männer in ein leeres Becken im Kulmbacher Freibad, sucht die Polizei immer noch nach Hintergründen. Die beiden Männer sind obduziert, das toxikologische Gutachten steht jedoch noch aus.

 

Kulmbach - Der tödliche Sprung von zwei jungen Männern (20 und 24 Jahre alt) von einem Sprungturm in ein leeres Becken des Kulmbacher Freibades gibt der Polizei immer noch Rätsel auf. Aufgrund der vorgefundenen Spuren geht die Polizei aber immer mehr von einem tragischen Unglücksfall aus.

Im Bereich des Sprungturms, der seit der neuen Badesaison wegen Baufälligkeit gesperrt ist, wurden die Oberbekleidung und die Ausweispapiere der beiden Opfer gefunden. Die abgelegte Kleidung deutet nach Einschätzung der Polizei darauf hin, dass den beiden Männern nicht bewusst gewesen sei, dass das Becken leer war. Das bemerkten sie offensichtlich auch nicht, als sie am Sprungturm akrobatisch nach oben kletterten. Um das Besteigen des gesperrten Turms zu verhindern, waren im unteren Bereich die Zugangstreppen abmontiert worden.

Die Frage, ob Alkohol oder Drogen die Wahrnehmung der beiden Opfer so stark beeinträchtigt haben könnten, soll durch Rechtsmediziner beantwortet werden. Die Obduktion fand gestern statt, doch mit dem Ergebnis der toxikologischen Untersuchung ist erst in etwa einer Woche zu rechnen. Die Polizei will die letzten Stunden im Leben der beiden Männer so weit wie möglich rekonstruieren.

Bisher steht auch der genaue Todeszeitpunkt in der Nacht auf den Sonntag nicht fest. Die beiden im Becken liegenden Männer waren am Morgen von einem Spaziergänger von außerhalb des Freibadgeländes entdeckt worden.

 

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