Kritik zu Wes Balls Verfilmung "Maze Runner": Das verrückte Labyrinth

Kaya Scodelario, Dylan O'Brien, Aml Ameen und Alexander Flores (v.l.) in "Maze Runner" Foto: ddp images

Verfilmungen von Jugendbuchreihen stehen schon seit einigen Jahren hoch im Kurs. Selten reicht es dabei zum großen Wurf à la "Twilight" oder "Harry Potter". Nun steht ein neuer Film in den Startlöchern, der das Zeug dazu hat, ein echter Hit zu werden: Wes Balls "Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth".

 

"Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth" von Regisseur Wes Ball (29) basiert auf der erfolgreichen Jugendbuchreihe des Autors James Dashner (41). Zwar besteht die Besetzung aus zuvor eher unbekannten Gesichtern und auf dem Papier mag die Geschichte nicht sonderlich spektakulär klingen, trotzdem dürfte das düstere Science-Fiction-Abenteuer nicht nur Fans der Romanvorlage überzeugen.

Thomas (Dylan O'Brien) wacht auf einer Lichtung auf und kann sich an nichts erinnern - außer an seinen Vornamen. Bald erfährt er, dass dieser fremde Ort inmitten eines Labyrinths liegt, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint. Aber Thomas ist nicht allein. Mit ihm sind viele andere Jungen im Labyrinth gefangen, die ebenfalls ihr Gedächtnis verloren haben. Gemeinsam versuchen sie einen Weg in die Freiheit zu finden - und das Geheimnis zu lüften, wer sie hergebracht hat.

Zwar ist die Handlung etwas vorhersehbar, doch vor allem bei der Inszenierung macht der Film diese Schwäche mehr als wett. Spektakuläre Fallen und gigantische Wände lassen die Hatz durch das Labyrinth zu einem gnadenlosen Überlebenskampf werden. Nicht nur die sich ständig verändernde Umgebung macht Thomas und seinen Gefährten dabei das Leben schwer, die größte Bedrohung sind die sogenannten Griewer: spinnenartige Monster mit angsteinflößenden Fratzen. Trotz vieler dramatischer Elemente schafft es Regisseur Wes Ball außerdem neben mitreißenden Momenten auch humorvolle Szenen zu integrieren.

Zudem spielt der Film gekonnt mit der permanenten Unsicherheit der Akteure und Zuschauer: Warum sind die Jugendlichen dort? Wer ist dafür verantwortlich? Gibt es überhaupt einen Ausweg? Schließlich wird nicht nur das Rätsel am Ende raffiniert gelöst, es bleiben auch genug Fragen für eine Fortsetzung offen.

Fazit

"Maze Runner" beeindruckt mit einer spektakulären Inszenierung, jungen Schauspieltalenten und einem packenden Finale. Nicht nur für Kenner und Fans der Jugendbuchreihe zu empfehlen.

 

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