Kritik von Foodwatch Wie gesund sind Produkte mit Vitaminen wirklich?

Foodwatch hat Lebensmittel unter die Lupe genommen, die damit werben, Vitamine zu enthalten. Foto: Foodwatch

Auf dem Etikett locken Säfte und Bonbons mit Begriffen wie „Fitness“ oder auch „Wellness“. Was Verbraucherschützer kritisieren.

 

Die Werbung für manche Fruchtgummis, Energydrinks oder Milchgetränke passt den Verbraucherschützern von Foodwatch gar nicht. Beim Einkauf werde man mit Gesundheitsversprechen gelockt, dabei versteckten sich in den Verpackungen häufig alles andere als gesunde Lebensmittel.

Was genau kritisiert Foodwatch? Es geht um Werbung mit Vitaminen. Viele Lebensmittel würden nur mit Vitaminen aufgebessert, um den Produkten einen gesunden Anstrich zu verleihen, moniert Foodwatch. Das führe Verbraucher in die Irre. Viele Lebensmittel, die mit Vitaminen beworben werden, entsprächen nicht dem, was die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter „ausgewogener Ernährung“ verstehe.

Welche Standards setzt die WHO? Foodwatch bezieht sich auf Kriterien, die die WHO für eine ausgewogene Ernährung vorgestellt hat. Dabei geht es etwa um Anteile von Fett, Zucker oder Salz. Die WHO-Grenzwerte gelten für Lebensmittelwerbung, die sich an Kinder richtet.

Was fordert Foodwatch? Ein Gesetz, das Nährwertprofile einführt. Damit würden Grenzwerte etwa für Fett, Zucker oder Salz festgelegt.

Was sagt die Industrie zur Kritik von Foodwatch? Der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) wies den Vorwurf zurück. Verbraucher könnten die Zusammensetzung eines Produkts stets in der Zutatenliste nachlesen.

Was sollten Verbraucher beachten? Sie sollten sich von Gesundheitsversprechen auf Verpackungen nicht in die Irre führen lassen. Stattdessen sollten sie sich die Nährwerttabelle auf der Packung anschauen. Experten raten, Lebensmittel mit mehr als 12,5 Gramm zugeführtem Zucker oder mehr als 20 Gramm Fett pro 100 Gramm nicht so häufig zu essen.

 

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