Kritik am Starspieler des FC Bayern Guardiola: "Ribéry muss sich kontrollieren"

Franck Ribéry kassierte gegen Donezk einen Ellbogenschlag ins Gesicht. Foto: Augenklick / firo Sportphoto/news Pix

Zuletzt ließ sich Franck Ribéry immer wieder zu Revanchefouls hinreißen. Trainer Pep Guardiola missfällt dies und ermahnt ihn vor dem Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen Donezk.

 

München - Im Grunde versuchen es die Gegenspieler in jeder Partie. Das Ziel lautet, Franck Ribéry mit heftigen Tritten und zahllosen Nickligkeiten nicht nur aus dem Spiel zu nehmen, sondern auch sein Jähzorn-Potenzial Minute für Minute zu erhöhen. Bis er sich wehrt.

Und dann steht der Franzose stets vor einer Roten Karte wegen eines Revanchefouls oder einer Tätlichkeit. Auch letzten Samstag in Hannover (3:1) hatte ihn der nervige Bittencourt fast so weit, Trainer Pep Guardiola brüllte von der Seitenlinie auf Ribéry ein - um ihn zu beruhigen. Was nicht immer einfach ist.

Auch im Champions-League- Hinspiel gegen Schachtjor Donezk wurde Ribéry von Douglas Costa kontinuierlich bearbeitet, der nach einem Ellbogenschlag Rot hätte sehen müssen. Die Bayern waren bedient, Guardiola stocksauer auf den Schiedsrichter, dem er per "Daumen hoch" zur Leistung "gratulierte". Wenigstens schlug oder trat Ribéry nicht zurück. Wie beim 2:0 im DFB-Pokal gegen Braunschweig. Vor Wochenfrist kam er recht glücklich um einen Platzverweis herum.

Unterzahl wegen einer persönlichen Rache-Aktion, für Guardiola wäre dies im Rückspiel am Mittwoch gegen Donezk der Worst Case. Er sagt zwar: "Wir brauchen seine Emotionalität. Wir brauchen ihn mit seinem Charakter." Guardiola sagt aber auch: "Natürlich muss er sich kontrollieren. Er weiß das. Das Wichtigste aber ist, dass wir uns auf unsere Spielweise fokussieren."

Die Szene aus dem Hinspiel hat der Spanier nicht vergessen, auf dem Podium der Pressekonferenz ahmt er den Ellbogenschlag nach. "Wenn Douglas Costa den Ellbogen ausfährt gegen Franck, dann ist das nicht das Problem von Franck, sondern von Douglas Costa." Da ist noch eine Rechnung offen. Zu hoffen ist nur, dass Ribéry sie am heutigen Abend mit einer Torvorlage oder einem Treffer begleicht.

Auf die Frage nach seinem aktuellen Jähzorn- Level wollte der Franzose nicht wirklich eingehen, sagte am Dienstag nur: "Es war ein komisches Spiel, dieses 0:0 in der Ukraine. In der ersten Halbzeit haben wir sehr viel gemacht, nach der Pause mussten wir dann fast eine halbe Stunde zehn gegen elf spielen nach dem Platzverweis gegen Xabi Alonso." Seine Schlussfolgerung: "Es war nicht einfach, das wird zu Hause komplett anders. Wir sind fit, wir sind bereit." Was zu beweisen wäre.

 

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