Kritik am Rücktritt DFB-Regionalchef zu Zwanziger: Schlag ins Gesicht

Mit großer Enttäuschung und scharfer Kritik hat Schleswig-Holsteins Fußballchef Hans-Ludwig Meyer auf die plötzliche Rücktrittsankündigung von DFB-Chef Theo Zwanziger reagiert.

 

Hamburg – „Das ist ein Schlag ins Gesicht – auch für uns in den Landesverbänden. Ich bin im SHFV auch bis 2014 gewählt und es kommt mir nicht in den Sinn, einfach vorher hinzuwerfen“, sagte der Präsident des Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verbandes (SHFV) am Montag der Nachrichtenagentur dpa.

Generell verdiene Zwanziger seinen hohen Respekt, aber von dessen Entschluss sei er „doch sehr enttäuscht“, bekannte Meyer. „Er ist gewählt bis 2013, da kann er nicht sagen, er wolle nicht mehr und könne im deutschen Fußball nichts mehr bewegen – das kann ich überhaupt nichtnachvollziehen.“

Auch der Zeitpunkt der Bekanntgabe durch Zwanziger, bereits im Oktober 2012 als DFB-Präsident aufhören zu wollen, sei „denkbar ungünstig“ gewesen. Meyer: „So einen Entschluss gibt man nicht während einer Weihnachtsfeier bekannt.“

Als Nachfolger gibt es nach Ansicht des Verbandschefs aus Schleswig-Holstein „nur einen vernünftigen Kandidaten“ – Wolfgang Niersbach. „Er hat ein hohes Entrée bei der Liga und in den Verbänden. Und er ist als Mann der Medien natürlich äußerst geschickt“, sagte Meyer über den DFB-Generalsekretär. Und ergänzte: „Das ist ein Mann, zu dem man hoch schauen kann. So einen brauchen wir an der Spitze des DFB.“

 

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