Kreatives Projekt Heizkraftwerk Süd: Utting-Betreiber plant Museum im Turm

Das Heizkraftwerk Süd und sein Turm. Hier wäre Platz für ein kreatives Projekt. Foto: Tobias Hase/dpa

Der Macher der MS Utting, Daniel Hahn, hat ein Konzept entwickelt, um den Turm des Heizkraftwerks vor dem Abriss zu bewahren.

 

München - Die Stadtwerke wollen den zweithöchsten Turm der Stadt abreißen: den Kamin des Heizkraftwerks Süd, für den sie keine Verwendung mehr haben. Doch aus dem Bezirksausschuss kam schon Protest gegen das Ende von Sendlings Wahrzeichen. Und jetzt gibt es eine konkrete Idee für eine Nachnutzung: von Daniel Hahn.

Stadtwerken liegt Konzept zur Nutzung bereits vor

Hahn hat sich einen Namen gemacht mit Projekten, die zunächst größenwahnsinnig erschienen: mit seinen U-Bahn-Wagen am Bahnwärter Thiel. Mit dem Ausflugsdampfer MS Utting, der auf einer Brücke gleich ums Eck vom Heizkraftwerk steht. Und bald mit einem riesigen Kamin?

Hahn zumindest nennt den Turm eine "Einladung für ein ganz kreatives Projekt", es werde "bestimmt nicht ganz einfach, aber ich bin hoffnungsvoll, dass die Stadtwerke einen Weg finden, den Turm zu erhalten". Hahn kritisiert, dass in München zu viel im aktuellen Baustil gebaut wird. Deshalb drohe das Stadtbild stellenweise sehr einheitlich zu werden. Er hat nach eigenen Angaben den Stadtwerken schon ein Konzept für eine Nutzung vorgelegt.

Und so sieht sie aus: "Der Hochkamin könnte wunderbare Einblicke in die ambitionierte und fortschrittliche Entwicklung der Münchner Energiegeschichte geben und die Lücke des fehlenden Versorgungsmuseums schließen." Hahn träumt von einer "Aussichtsplattform mit Museumscharakter". In 174 Metern Höhe entstehe "eine weitere, markante Sehenswürdigkeit".

 

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