Krankheit auf dem Vormarsch Masern: Ab dem 12. Monat impfen

Was Medizin-Experten angesichts der vielen Masern-Fälle in München raten

 

Masern – die unterschätzte Gefahr? Hier die wichtigsten Fragen und Antworten:

 Wie hoch ist die Impf-Quote?

In Bayern sind 95 Prozent der Schulanfänger gegen Masern geimpft. Die wichtige zweite Impfung haben aber nur 90 Prozent der Kinder.

Wer soll sich impfen lassen?

„Alle Kinder, ungeimpft oder nur einmal geimpft, alle Erwachsenen, die nach 1970 geboren sind und noch nicht oder nur einmal geimpft wurden oder deren Impfstatus unbekannt ist“, so Gesundheitsreferent Joachim Lorenz.

Ab wann sind Impfungen möglich?

Angesichts der vielen Masernfälle rät Dr. Nikolaus Frühwein zur Impfung schon ab dem 12. Lebensmonat – üblich ist der 18. Monat.

Welche Impf-Reaktionen gibt es?

Die Impfung gilt als allgemein gut verträglich. Als Reaktion können Impfmasern mit Fieber und Hautausschlag auftreten. Der Verlauf der Impfmasern ist aber wesentlich leichter als der der natürlichen Masern. Selten kann es zu Fieberkrämpfen kommen, so Lorenz.

Muss man sich auch nach einer Masern-Erkrankung noch impfen lassen?

Nein, wer einmal die Masern hatte, ist dagegen immun. Das muss allerdings im Labor ausgetestet werden.

Was ist von so genannten „Masern-Partys“ zu halten?

Wenn Kinder absichtlich einer Ansteckung ausgesetzt werden, sei das „lebensgefährlich und unverantwortlich“, so eine TK-Sprecherin.

 

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