Kosten, Dauer, Umzugspläne 2020 geht's los: Alles zur Gasteig-Sanierung

Gasteig-Geschäftsführerin Brigitte von Welser: "Das derzeit drängendste Problem ist der Ersatz der Philharmonie:" Foto: AZ-Archiv

Ab 2020 soll die Sanierung des Gasteigs beginnen. Doch noch gibt es viele Unstimmigkeiten – in welche Räumlichkeiten soll während der Bauarbeiten gezogen werden und was passiert mit der Philharmonie?

 

München - Die Planungen für eine Generalsanierung des Gasteig laufen schon seit einigen Jahren. Die Technik muss komplett ausgetauscht werden. Zudem soll etwa die Akustik der Philharmonie verbessert werden. In vier Jahren, 2020, soll die Sanierung beginnen, erklärt Gasteig-Geschäftsführerin Brigitte von Welser. Je nachdem, wie viel zusätzlich zur Sanierung modernisiert wird, geht die Geschäftsführerin von Kosten bis zu 400 Millionen Euro aus.

Dann müssen alle, die den Gasteig zurzeit nutzen, umziehen - für mindestens zwei, maximal vier Jahre. Wohin der Gasteig dann gehen soll, ist noch nicht klar. Die Ansprüche sind hoch: Die Interimsspielstätte soll zentral liegen, eine Anbindung an den ÖPNV und Parkplätze müssen vorhanden sein.

Das Idealkonzept für Brigitte von Welser: maximal drei bespielbare Orte. „Das derzeit drängendste Problem ist der Ersatz der Philharmonie“, sagt sie. Denn hier werden jährlich unter anderem 120 private Veranstaltungen sowie 80 Konzerte der Philharmoniker und an die 20 Konzerte des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks abgehalten.

"Das derzeit drängendste Problem ist der Ersatz der Philharmonie"

Die Philharmonie könnte vielleicht zusammen mit dem Carl-Orff-Saal in bereits vorhandenen Hallen oder neuen Temporärbauten untergebracht werden. Hochschule, Bibliothek und VHS können eventuell in bestehende Büroflächen umziehen.

Zurzeit sind vier bis fünf Quartiere im Gespräch, die die Gasteig München GmbH und das Kulturreferat im Auftrag des Stadtrats prüfen. Vorstellbar wäre zum Beispiel das Gelände in Fröttmaning, auf dem das Deutsche Theater während seines Umbaus gastierte. Besonders ein Ersatz für die 80 Übungsräume der Musikhochschüler dürften schwierig zu finden sein: „Diese zu ersetzen, wird teuer, denn sie müssen unter anderem akustisch abgeschottet sein“, so von Welser. Trotzdem sieht sie die Sanierung auch als Chance, um neue Zukunftskonzepte zu erarbeiten, etwa in der Bibliothek – mehr Aufenthaltsqualität und Lernplätze – oder für eine dem jüngeren Publikum angepasste Philharmonie.

Unterstützung erhält sie seit März vom zukünftigen Geschäftsführer Max Wagner, der noch ein Jahr lang als ihr Stellvertreter fungiert.

 

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