Kontrollierte Sprengung geplant Neustadt: Sprengstoff in Wohnung löst Großeinsatz aus

Die Polizei fand in einer Neustädter Wohnung mehrere Gramm Sprengstoff. Zur kontrollierten Sprengung wurden die umliegenden Häuser und Wohnungen evakuiert. (Symbolbild) Foto: dpa

Einen explosiven Fund haben Polizisten in Rheinland-Pfalz gemacht: In einer Wohnung entdecken sie mehrere Gramm Sprengstoff. Spezialisten entscheiden, die Substanz in der Nähe kontrolliert zu vernichten.

Neustadt/Weinstraße - Der Fund von einigen Gramm Sprengstoff hat in Neustadt an der Weinstraße für einen Großeinsatz der Sicherheitskräfte gesorgt. Beamte hatten die Substanz am Mittwoch laut Polizei bei einer Wohnungsdurchsuchung in einem Mehrfamilienhaus in Rheinland-Pfalz entdeckt.

Ein Polizeisprecher sagte, es gehe um fünf bis sechs Gramm. Sie sollten auf einer Freifläche in der Nähe kontrolliert vernichtet werden. Dafür wurden einige an die Fläche angrenzende Wohnungen sicherheitshalber evakuiert. Zuvor war bereits das viergeschossige Mehrfamilienhaus geräumt worden, in dem zwölf Parteien leben.

Zur Art des Sprengstoffs gab es zunächst keine Angaben, auch zum Bewohner der Wohnung nicht. Die Ermittler stellten klar, dass die Wohnung wegen eines anderen Verdachts durchsucht wurde und der Sprengstoff ihnen eher zufällig in die Hände fiel. "Der Besitz von Sprengstoff und dergleichen stand nicht im Fokus der Ermittlungen", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt.

Um den Sprengstoff kontrolliert abbrennen zu können, sei auf der Freifläche eine Kuhle ausgehoben worden, sagte der Polizeisprecher. Drumherum sollten Strohballen aufgeschichtet werden. Die Menge des Sprengstoffs rechtfertige den Großeinsatz.

 

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