Konsum stabilisiert Wirtschaft Bundesbank: Konjunktur wird im Schlussquartal stagnieren

Einkaufszentrum in Dresden: Der Konsum zeigt sich dank der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt erstaunlich robust. Foto: Sebastian Kahnert/zb/dpa/dpa

Frankfurt/Main - Die Bundesbank erwartet keinen neuen Schwung für die deutsche Wirtschaft zum Jahresende. "Die deutsche Wirtschaftsleistung könnte im letzten Jahresviertel 2019 stagnieren", heißt es im Monatsbericht Dezember der Notenbank, der am Montag veröffentlicht wurde.

 

Die deutsche Konjunktur zeige sich weiterhin "weitgehend zweigeteilt": Während sich die Binnenwirtschaft - und dort vor allem der Konsum - dank der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt "erstaunlich robust" zeige, schwächelt die Industrie. Internationale Handelskonflikte und das Drama um den Brexit bremsen Investitionen.

"Inzwischen gibt es aber erste vorsichtige Anzeichen dafür, dass sich die Industrie zukünftig stabilisieren könnte", schreiben die Volkswirte. Die Auftragslage habe sich nicht weiter verschlechtert, die Exporte hätten deutlich zugelegt und die Geschäftserwartungen im Verarbeitenden Gewerbe seien etwas verbessert.

Im Sommer war die deutsche Wirtschaft vor allem dank des Baubooms und steigender Konsumausgaben auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im dritten Quartal 2019 zum Vorquartal um 0,1 Prozent zu. Im zweiten Vierteljahr hatte es noch einen Rückgang um 0,2 Prozent gegeben. Zum Jahresauftakt konnte Europas größte Volkswirtschaft 0,5 Prozent Wachstum verbuchen.

Für das Gesamtjahr 2019 gehen die diversen Prognosen von etwa 0,5 Prozent Wirtschaftswachstum für Deutschland aus - nach 1,5 Prozent im Jahr 2018. Auch die Bundesbank rechnet in ihrer jüngsten Konjunkturprognose mit rund einem halben Prozent Wachstum in diesem und im nächsten Jahr. 2021 wird es nach Bundesbank-Einschätzung mit 1,4 Prozent voraussichtlich stärker bergauf gehen.

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