Komödie im Bayerischen Hof Promis feiern Theaterpremiere von "Schwiegermutter und andere Bosheiten"

Premiere in der Komödie im Bayerischen Hof: Den ersten Theaterabend nach dem Lockdown wollen sich die Promis nicht entgehen lassen. Foto: BrauerPhotos

In der Komödie im Bayerischen Hof hat am Mittwoch die erste Theaterpremiere seit dem Corona-Lockdown stattgefunden. Das wollten sich auch die Münchner Promis nicht entgehen lassen.

 

Alles ist ein bisschen anders geworden durch Corona – auch in der Komödie im Bayerischen Hof. Dort fand am Mittwochabend die Premiere von Alexander Olligs "Schwiegermutter und andere Bosheiten" statt (Kritik siehe S. 25) – inklusive Promi-Gästen.

Doch die VIPs erlebten einen etwas anderen Abend. Eine Premiere ohne Party. Wie diese jetzt ablief?

Im Innenbereich durfte man sich nur mit Mund-Nasen-Schutz bewegen, jede zweite Sitzreihe blieb im Saal leer, Personen aus demselben Haushalt durften nebeneinandersitzen, zum fremden Sitznachbarn mussten aber zwei Plätze freibleiben. Nur 136 der 570 Plätze werden insgesamt vergeben, je nach Haushaltsgruppierungen.

Keine Masken während der Vorführung im Bayerischen Hof

Während der Vorführung durften die Masken abgesetzt werden, Pause und Premierenfeier fielen flach. Fotografiert werden durfte draußen, ohne Maske. Die Stimmung?

Alle waren happy, dass es überhaupt weitergeht, zumal bei einem so wunderbaren Stück mit herrlichen Dialogen, ein leichtes, sehenswertes Sommervergnügen mit Simone Rethel als "Schwiegermonster".

Schauspieler Pacal Breuer erzählte, wie unter erschwerten Bedingungen geprobt worden sei – mit Abstand und Mundschutz: "Wir sind es ja gar nicht gewohnt, so zu proben. Ein Stück mit fünf Personen auf der Bühne, eigentlich eine Liebeskomödie, ist schwer umzusetzen, denn Berührungen dürfen nicht stattfinden."

40 Vorstellungen bis zum 6. September soll es noch geben.

Jutta Speidel spielt im Oktober wieder in der Komödie

Fröhliche Augen überall – mehr bekam man im Foyer hinter den Masken kaum zu sehen. Viele trugen farblich abstimmten Mundschutz zum Premierenoutfit. Jutta Speidel, in Blau: "Ich spiele ab 10. Oktober wieder hier, deshalb war für mich klar, dass ich komme, sonst war ich ja eh nur die ganze Zeit über nur daheim."

Gut zu erkennen: Günther Sigl (Spider Murphy Gang), mit Lebensgefährtin Doris Furtmair: "Ich bin seit Jahren regelmäßig bei Premieren dabei." Ansonsten macht er: "Null. Von 70 Konzerten in diesem Jahr haben wir sieben gespielt bis März. Wahrscheinlich tut sich das ganze Jahr nichts mehr", meinte er achselzuckend.

Horst Kummeth hat Corona-Infektion gut überstanden

Auch dabei: Barbara Wussow. Eigens aus Wien angereist für die Premiere? "Ich drehe hier bis Freitag 'Um Himmels Willen'", erzählte sie. Zufällig habe sie in der AZ von der Premiere gelesen und sich gleich noch angemeldet.

Zum ersten Mal seit Monaten wieder unterwegs: Horst Kummeth. Der Schauspieler ("Dahoam is Dahoam") berichtete von seiner Covid-19-Erkrankung: "Ich hatte Corona im März. Einen Tag lang war ich sehr müde, ich hatte weder Fieber noch Husten."

Hausherr Thomas Pekny sagte in seiner Begrüßung: "Bei uns sind 131 Vorstellungen ausgefallen, wir spielen 410 im Jahr. Jetzt sind wir glücklich, dass es so ist, wie es ist. Ich freue mich über Ihre euphorischen Gesichter, wir spielen für Sie!"

Die Bilder von der Premiere sehen Sie oben in der Galerie.

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