Kommt noch ein Sponsor? Hachings Volleyballer hoffen noch

Strecken sich nach einem neuen Sponsor: Die Volleyballer aus Haching. Foto: Gregor Röslmaier

 Der Volleyball-Erstligist braucht dringend Geld – und bekommt einen letzten Aufschub, eine Million Euro aufzutreiben, die Chance, dass es noch klappt ist allerdings überschaubar.

 

Unterhaching - Am Montag ist eine wichtige Frist verstrichen für Generali Haching. Der Volleyball-Bundesligist hätte bis zum 31. März eine Million Euro aufbringen müssen, um Unterhaching als Volleyball-Standort in der Bundesliga zu sichern. Das ist nicht passiert. Nach dem angekündigten Ausstieg des Hauptsponsors Generali zum Saisonende schon das Ende aller Hoffnungen?

Nicht wenn es nach Manager Josef Köck geht. Der hat am Montag die Lizenz für die kommende Bundesliga-Saison beantragt. Und, viel wichtiger, nochmal einen Aufschub bis zum 31. Mai bekommen. Spätestens dann müssen alle finanziellen Ungereimtheiten aus dem Weg geräumt sein. Eine drohende Strafe in Höhe von 5500 Euro inbegriffen.

„Wir wollten nochmal Zeit gewinnen“, sagt Köck der AZ. Noch will er das Projekt Bundesliga-Volleyball in Unterhaching nicht sterben lassen. Schließlich steht der Verein seit Jahren für sportlichen Erfolg. Erst am Sonntag hat das Team das Halbfinale um die deutsche Meisterschaft erreicht, das am 6. April mit einem Auswärtsspiel beim VfB Friedrichshafen beginnt.

Dennoch: Für mögliche neue Sponsoren ändert das nichts an der mangelnden Attraktivität der Hachinger. Noch immer gibt es keinen Nachfolger für Generali. „Bisher hat sich niemand gerührt“, sagt Köck.
Selbst ein anberaumter „Runder Tisch“ mit Vertretern aus Sport, Wirtschaft und Politik platzte mangels Interesse. „Ich kann das gar nicht glauben. Die Leute kommen einfach nicht aus der Deckung. Da wird immer von der Sportstadt München gesprochen – und dann sowas“, sagt Köck. Er ist verzweifelt.

Nur der neue Aufschub gibt Hoffnung. Letztlich würde Haching aber nur ein Wunder helfen. Das eine Million-Euro-Wunder.

 

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