Komik Schluss mit lustig

Ob das erlaubt ist? Mit einem Motiv in Anlehnung an einen Trickfilm des Humoristen Loriot mit den zwei Herren in einer Badewanne wirbt am 12.11.2012 in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) ein Sanitärunternehmen an einer Hausfassade. Foto: Bernd Thissen/dpa

Susanne von Bülow will hat eine Unterlassungsklage gegen den Biografen ihres Vaters eingereicht

 

Loriots Tochter, Susanne von Bülow, will eine im Riva-Verlag erschienene Biografie über ihren im August 2011 gestorbenen Vater gerichtlich verbieten lassen. Das Landgericht Braunschweig wird ab Dienstag in einem Zivilprozess über die Unterlassungsklage entscheiden. Die Erbin Vicco von Bülows, der als Humorist unter dem Künstlernamen „Loriot“ bekannt wurde, erhebt zudem Anspruch auf Schadenersatz für die Verwendung von Zitaten.

Das Buch „Loriot: Biographie“ des Autors Dieter Lobenbrett enthält laut Klägerin zu viele wörtliche Zitate Loriots aus Interviews und Werken. Die Münchner Verlagsgruppe, deren Tochterunternehmen der Riva-Verlag ist, hält die Tochter für nicht klagebefugt. Loriot habe die Rechte an seinen Werken einem Verlag eingeräumt. Außerdem seien viele der Zitate wegen fehlender „Schöpfungshöhe“ nicht durch das Urheberrecht geschützt. Außerdem sei die Verwendung rechtens, da es sich um eine Biografie über einen Künstler handelt, dessen kreatives Schaffen – auch durch Zitate - aufgezeigt werden soll.

Im November 2011 hatte Susanne von Bülow eine einstweilige  Verfügung gegen die Online-Enzyklopädie Wikipedia erwirkt, weil diese ohne Einwilligung der Erben Loriot-Motive veröffentlicht hatte.

 

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