Königsbach-Wasserfall Nationalpark Berchtesgaden will Foto-Wahnsinn am "Infinity Pool" stoppen

Beliebtes Fotomotiv: Der sogenannte "Infinity Pool" am Königsbach-Wasserfall über dem Königssee. Foto: imago/Roland Mühlanger

Für ein Motiv im "Infinity Pool" am Königssee trampeln Foto-Touristen den Bergwald nieder. Damit soll jetzt Schluss sein.

 

Berchtesgaden - Der natürliche Pool des Königsbach-Wasserfalls über dem Königssee hat in letzter Zeit vermehrt Foto-Touristen angelockt. Damit soll nun Schluss sein. Der Nationalpark Berchtesgaden will den Poser-Pool dichtmachen.

Für ein Foto an dieser Stelle bringen sich regelmäßig viele Menschen in Gefahr. Am Königsbach-Wasserfall kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Unglücken. Im vergangenen Jahr starben hier zwei Männer aus Sachsen.

Nun gab die Nationalparkverwaltung Berchtesgaden bekannt, den sogenannten Infinity-Pool am Königsbach-Wasserfall sperren zu wollen. Mit einem Betretungsverbot will man erreichen, dass sich die Natur im betroffenen Gebiet wieder erholen kann.

Foto-Touristen hinterlassen Müll und machen Lärm

Durch den zunehmenden Foto-Tourismus seien rund drei Kilometer neue Trampelpfade im Bergwald entstanden. Weitere Negativ-Folgen des Foto-Wahnsinns: illegale Feuerstellen, Müll, Lärm und wildes Campen.

Wann das Betretungsverbot kommen wird, ist bislang noch offen. Ab sofort würden jedoch vermehrt Nationalpark-Ranger den Bereich des Königsbach-Wasserfalls patrouillieren.

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