Klub-WM bedeutet Südamerikanern viel mehr Torschütze im Finale: Und Dante auch!

Dante bedeutet der Klub-WM-Titel des FC Bayern München als Südamerikaner mit am meisten. Also sorgte er mit seinem Tor gleich selbst dafür.

 

Marrakesch - Tor für Bayern! Tor für Brasilien! Der Jubelweg nach dem Tor führte Dante, na klar, zu einem Latino-Kumpel. Von der Bayern-Bank war Claudio Pizarro, der Peruaner, aufgesprungen und als Speerspitze auf die Tartanbahn gerannt, um Dante zu seinem Treffer zum 1:0 zu beglückwünschen. Rafinha, der zweite Brasilianer, kam dazu – und fertig war die Latino-Jubeltraube.

Und so hatte der Motivator des Teams bei diesem Finale um die Klub-WM getroffen. Es war Dante, der die Mannschaft heiß gemacht hatte vor dem Endspiel gegen Raja Casablanca aus dem Gastgeberland. "Dieser Titel bedeutet uns Brasilianern sehr viel, in Südamerika hat dieser Wettbewerb einen besonders hohen Stellenwert", hatte der 30-Jährige erklärt.

Der Grund war jedoch für das Endspiel in Marrakesch nicht zutreffend. Denn Teams wie Atlético Mineiro, am Samstag immerhin Dritter geworden gegen die Chinesen aus Guangzhou Evergrande (3:2), sehen es seit den 60er Jahren als hohes Prestige an, den Champion Europas besiegen zu können.

Pustekuchen! Aber mit Dante, Rafinha & Pizarro (im Halbfinale eine Viertelstunde eingesetzt) gewannen ja drei Südamerikaner die Klub-WM.

Dabei hatte Abwehrchef Dante keinen besonders guten Start in die Partie. Aus Nervosität? "Er hat am Anfang ein bisschen gewackelt, aber mit dem Tor war er frei, im alten Rhythmus", sagte ARD-Experte Mehmet Scholl, der frühere Mittelfeldspieler des FC Bayern. Dann kam sein großer Moment in Minute sieben, sein erstes Tor diese Saison.

Scholl lobte: "Was Dante gut macht: Er weiß, er steht abseitsverdächtig, aber er schließt sofort ab. Es gibt Spieler, die dann zögern, aber er haut ihn einfach rein." Als wäre er ein gelernter Mittelstürmer. Es war erst sein zweiter Treffer im Bayern-Trikot seit Dantes Wechsel 2012 von Borussia Mönchengladbach.

Kurz vor der Pause machte Dante dann noch seinen eigentlichen Job und rettete in der Abwehr seinen Torhüter Manuel Neuer nach dessen Fehlpass-Lapsus – weil er in letzter Sekunde noch zum Schützen Chtibi hinrumpelte.

Am Ende war das Glück perfekt – und Dante gewann, anders als alle seine Kollegen, seinen sechsten Titel 2013. Zum Triple kam der europäische Supercup und der Gewinn des Confed-Cups im Sommer in seiner Heimat. Nun feierte er schon wieder. Und Klubweltmeister auch!

 

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