Klima-Gipfel München: Versicherung klagt über hohe Schadenssummen

Sturmböen, Starkregen, Hagel und Überflutungen werden aufgrund des Klimawandels zunehmen. Ein Unwetter 2012 verursacht Schaden von 23 Millionen Euro.

 

München - Demolierte Autos, zerschlagene Dachziegel, gesplitterte Fenster: Ein einziges Unwetter im Sommer 2012 verursachte in Franken und Bayerisch-Schwaben rund 17000 Einzelschäden mit einer Schadenssumme von insgesamt 23 Millionen Euro.

Und die Experten sind sich einig: Sturmböen, Starkregen, Hagel und Überflutungen werden aufgrund des Klimawandels zunehmen. Auf dem 8.Klima-Symposium der Versicherungskammer Bayern stellten Experten deshalb gestern verschiedene Möglichkeiten vor, sein Eigentum energetisch und damit klimaschonend zu sanieren – und außerdem vor der Zerstörungsgewalt der Natur zu schützen.

So können Wärmedämmverbundsysteme helfen, Energie zu sparen und gleichzeitig die Feuergefahr mindern, wenn sie aus nicht brennbaren Materialien wie zum Beispiel Steinwolle bestehen. Wie sich Hausbesitzer effektiv gegen Hagelschäden absichern können, zeigte ein Wissenschaftler des Instituts für Brandschutztechnik in Linz mit seiner „Hagelbeschuss-Maschine“: Mit einer Geschwindigkeit von 140 Stundenkilometern werden fünf Zentimeter große Hagelkörner auf verschiedene Ziegel geschossen.

Herkömmliche Produkte werden regelrecht durchlöchert. Schindeln aus hagelresistentem Material hingegen bleiben unversehrt. Rainer Fürhaupter, Vorstandsmitglied der Versicherungskammer Bayern, forderte deshalb: „Hagelresistente Oberflächen wirken präventiv und sollten deshalb zum Standart für Neubauten und nachträglich angebrachte Wärmedämmverbundsysteme werden.“

 

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