Kleeblatt Walke sperrt den Kasten zu

Alexander Walke, im Winter aus Salzburg gekommen, hat sich zu einem der besten Zweitliga-Keeper gemausert. Das ist Fortuna Düsseldorf nicht entgangen, sie wollen ihn verpflichten. Aber vorher will Walke mit den Fürthern aufsteigen. Foto: Wolfgang Zink

FÜRTH Das Kleeblatt übt schon mal für die Bundesliga – auf der Tribüne. Mike Büskens sitzt am Samstag in Frankfurt in der Commerzbank Arena und verfolgt das Duell der Eintracht gegen den 1. FC Köln, schnuppert wieder mal Bundesliga-Atmosphäre. „Klar beschäftigen wir uns mit der Relegation. Wir haben ja alle einen Traum und der heißt Bundesliga”, sagt Büskens, „aber natürlich ohne den zweiten Schritt vor den ersten zu machen.”
Und der erste Schritt heißt am Sonntag (13.30 Uhr): Ein Sieg muss her. Büskens: „Wir fahren nach Oberhausen mit dem einzigen Ziel, einen Dreier gegen eine Mannschaft zu landen, die um ihre Existenz kämpft.” Elf Fan-Busse begleiten die Mannschaft an den Niederrhein. „Wir rechnen mit 800 bis 1000 Kleeblatt-Fans”, schätzt SpVgg-Sprecher Christian Bald.

 

Düsseldorf will Walke verpflichten


Einen Gewinner kann das Kleeblatt schon vor dem Anpfiff verzeichnen: Keeper Alexander Walke. Als Ersatz im Winter für den verletzten Max Grün (Schienbeinbruch) für ein halbes Jahr von Red Bull Salzburg ausgeliehen, schlug der 27-Jährige in Fürth prächtig ein, kassierte in 14 Spielen nur acht Tore (0,57 Treffer pro Spiel) und deshalb will ihn nun Liga-Konkurrent Fortuna Düsseldorf, am letzten Spieltag in der Trolli Arena zu Gast, verpflichten. Walke voller Stolz: „Ich bin nach Fürth gekommen, um zu spielen und um erfolgreich zu sein. Dann sieht man weiter.”
Aber Walkes Mission bei Greuther Fürth ist noch lange nicht beendet. Sie soll über die Relegation in die Bundesliga führen. Und dafür sperrt der Keeper ab sofort seinen Kasten zu. Walkes persönlicher Masterplan klingt ebenso einfach wie keck: „Wir spielen zu null in Oberhausen, zu null gegen die Düsseldorfer und zwei Mal zu null in der Relegation, wobei mir dort der Gegner wurscht ist.” Wobei Walke durchaus klar ist, „jetzt in Oberhausen ist erst einmal Nervenstärke gefragt.” Die zumindest er besitzt.
Fehlen wird Milorad Pekovic (Einriss des Wadenbeinköpfchens). Was Büskens süffisant kommentierte: „Zumindest ist Peko so am letzten Spieltag nicht gesperrt.” Denn Pekovic hat bis dato 14 Gelbe Karten kassiert. Rekord.

 

8 Kommentare