Kleeblatt "Die musst du wegmachen"

Entscheidung Ende April: Kleeblatt-Trainer Mike Büskens. Foto: Wolfgang Zink

AUE Zwei Punkte wurden liegen gelassen bei der Nullnummer in Aue, das Fürther Kleeblatt verpasste gestern im Erzgebirge den Sprung auf Relegationsplatz drei.
Tags zuvor hatte Mike Büskens seinen 43.Geburtstag gefeiert, doch seine Schützlinge bereiteten ihm nachträglich nicht das optimale sportliche Geburtstagsgeschenk. Sercan Sararer (65.Minute) und Miroslav Slepicka (70.) vergeigten aus aussichtsreichen Positionen kläglich, hätten den Sack zumachen müssen. Der Kleeblatt-Coach war deshalb merklich sauer. „Die Dinger musst du wegmachen”, kritisierte der Trainer seine Torschuss-Paniker, „wir hätten gerne mehr mitgenommen.” Eigentlich müssen, gemessen an den Aufstiegsambitionen.

 

Die Fürther waren bestens eingestellt und über weite Strecken den Gastgebern überlegen. Die SpVgg ging couragiert, einsatzfreudig und diszipliniert zu Werke. Allein im Angriff, abgesehen von Unruheherd Tayfun Pektürk, war die versammelte Harmlosigkeit unterwegs.
Ein Kopfball von Skerdilaid Curri (30.) und ein Drehschuss von Enrico Kern (43.) waren die einzigen Möglichkeiten der Gastgeber, was natürlich auch an den starken Fürther Abwehrrecken Thomas Kleine und Mergim Mavraj lag. Entsprechend respektvoll würdigte Büskens’ Kollege Rico Schmitt das Auftreten der Kleeblättler: „Wir haben gegen eine Spitzenmannschaft einen Punkt geholt.”

"Wenn wir nach oben wollen, müssen wir so ein Spiel gewinnen"

Frust dagegen bei Aues Kapitän und Ex-Cluberer Tomasz Kos: „Ich bin enttäuscht. Wenn wir nach oben wollen, müssen wir so ein Spiel gewinnen, aber nicht umsonst ist Fürth eine der besten Zweitliga-Mannschaften.”
Gewinner auf Fürther Seite war gestern ein 17-Jähriger. Johannes Geis, von DFB-Trainer Horst Hrubesch für zwei Spiele gegen Frankreich am 22.März in Heimstetten und am 24. März in Rosenheim nominiert, überzeugte bei seinem Startelf-Debüt im defensiven Mittelfeld voll und ganz. „Er ist ein Talent, hat gut agiert und mein Vertrauen gerechtfertigt”, war Büskens voll des Lobes. Am Samstag Nachmittag hatte Büskens Geis im Hotel-Aufzug verraten, dass er spielt: „Deswegen kannst du trotzdem beruhigt schlafen.” Für Johannes war es schlicht, „ein gutes Gefühl, von Anfang an dabei zu sein”.
Weiter geht’s nun am 2. April im Ronhof gegen Duisburg. „Dann wollen wir wieder drei Punkte haben”, so Büskens. Wollen? Eigentlich müssen!

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