Klassenerhalt und EM-Hoffnungen Rama vor Frankfurt: "Es ist die letzte Chance"

Will auch im Saisonfinale beim FSV Frankfurt punkten - und hat noch ein großes Ziel vor Augen: 1860-Flügelspieler Valdet Rama. Foto: sampics/Augenklick

Der TSV 1860 muss am Sonntag im letzten Spiel der Saison beim FSV Frankfurt antreten. "Wir wollen einen versöhnlichen Saisonabschluss", sagt 1860-Flügelflitzer Rama, der weiß: "Frankfurt wird sicherlich alles raushauen". Er selbst hat auch noch ein großes Ziel vor Augen.

 

München – Als die Löwen zum letzten Mal ins Frankfurter Hartwaldtstadion reisen mussten, ging’s um alles: Sowohl der TSV 1860, als auch der FSV Frankfurt kämpften am 32. Spieltag der abgelaufenen Saison um den Klassenerhalt. Während die Blauen durch einen knappen 1:0-Erfolg einen wichtigen Dreier holten, musste beim FSV ein gewisser Benno Möhlmann gehen und wurde durch Thomas Oral ersetzt – der FSV schaffte es letzten Endes ebenfalls, die Klasse zu halten.

Valdet Rama, Flügelflitzer des TSV 1860, hatte damals den Siegtreffer erzielt. „Ein schöner Moment“, erinnert er sich. Jetzt stehen die Vorzeichen anders: Sechzig hat den Klassenerhalt bereits geschafft und kann Frankfurt und Falko Götz, Oral-Nachfolger und ehemaliger 1860-Coach, am Sonntag (15.30 Uhr, AZ-Liveticker) unter der Leitung von Interimstrainer Denis Bushuev in die Dritte Liga ballern.

Der Linksaußen, der zuletzt unter Daniel Bierofka wieder zurück zu alter Stärke fand, weiß: „Frankfurt wird sicherlich alles raushauen, für die ist es die letzte Chance. Wir können jetzt befreit aufspielen, nachdem wir die Klasse schon gehalten haben."

Letzte Chance, um sich zu präsentieren

Laut Rama gibt’s dennoch kein Pardon für Götz und den FSV: „Wir sind alle professionell, wollen alle das Spiel gewinnen. Wir haben schon genug Spiele verloren. Nicht nur wegen dem Klassenerhalt hat es sehr gut getan, drei Spiele in Folge zu gewinnen. Jetzt wollen wir mit einem weiteren Dreier und einem schönen Gefühl in den Sommerurlaub gehen, wollen einen versöhnlichen Saisonabschluss, so der 28-Jährige, „und jeder kann sich nochmal zeigen.“

A propos: Einige Löwen, deren Zukunft ungeklärt ist, können sich auch für andere Klubs nochmal präsentieren, darunter auch Rama selbst. Der Vertrag des technisch versierten Außenbahnspielers läuft im Sommer aus: Wo er nach der Sommerpause spielen wird, wisse er noch nicht. Im AZ-Interview hatte Rama bekannt, dass sein erster Ansprechpartner 1860 heiße.

Rama mit zur EM?

Seine Zukunft könnte allerdings auch maßgeblich davon abhängen, ob der dribbelstarke Offensivspieler im Sommer zur EM nach Frankreich fährt: "Das wäre eine einmalige Chance für mich, eine tolle Bühne", so Rama - die erste Teilnahme Albaniens an einer EM-Endrunde wäre auch eine Chance, sich vor ganz Europa zu zeigen."

So gesehen ist das Saisonfinale auch für den Löwen die letzte Möglichkeit, um Nationaltrainer Gianni De Biasi, der Rama vor seiner hartnäckigen Adduktorenverletzung stets nominiert hatte, zu zeigen: Ich bin wieder fit - und bereit für große Taten. Eine gute Leistung beim FSV, oder wie vor rund einem Jahr ein Treffer könnte dabei nicht schaden.

 

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