Klartext des RB-Trainers Hasenhüttl: "Bin international zu unerfahren für Bayern"

Ralph Hasenhüttl ist seit 2016 Trainer von RB Leipzig. Foto: dpa

Wer wird denn nun der Nachfolger von Jupp Heynckes auf der Bayern-Bank? Einer der am heißesten gehandelten Kanidiaten hat sich jetzt selbst die Tauglichkeit abgesprochen: Ralph Hasenhüttl.

 

München - Er ist einer der am höchsten gehandelten Namen wenn es um den Nachfolger von Jupp Heynckes geht: Ralph Hasenhüttl. Der Trainer der Rasenballer aus Leipzig wird immer wieder mit den Bayern in Verbindung gebracht. Da Heynckes offensichtlich nicht zu einem weiteren Jahr bei den Bayern überredet werden kann, müssen sich die Münchner auf dem Trainermarkt umschauen. Doch Hasenhüttl sieht sich offenbar selbst noch nicht auf Rekordmeister-Niveau.

International zu unerfahren?

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bayern jemanden haben wollen, der so wenig Erfahrung auf internationalem Niveau hat wie ich“, sagte Hasenhüttl in der Sport Bild: „Ich weiß genau, was ich kann und was ich noch lernen muss. Ich erlebe gerade erst meine dritte Bundesliga-Saison und mache erste Erfahrungen mit der Dreifachbelastung. Es ist völlig absurd zu glauben, dass man da alles richtig entscheidet."

Ehrliche Worte des Österreichers. So ganz unrecht scheint er damit ja auch nicht zu haben, konnte er doch die Leipziger nicht in die KO-Phase der Champions League führen. Auch ein anderer Bayern-Kandidat konnte international noch nicht überzeugen: Julian Nagelsmann scheiterte mit seinen Hoffenheimern bereits in der Gruppenphase der Europa League.

"Das ist noch kein Thema"

Eine Vertragsverlängerung in Leipzig, wo er aktuell bis 2019 Vertrag hat, will Hasenhüttl dennoch aktuell nicht forcieren: "Ich halte es für zu früh, um Entscheidungen zu treffen. An der Stelle von RB Leipzig würde ich mir genau anschauen, wie sich das Trainerteam im ersten Jahr mit den Belastungen von drei verschiedenen Wettbewerben bis zum Saisonende schlägt. Ein echtes Fazit kann man erst im Sommer ziehen."

So bescheiden, der Hasenhüttl. Aber eben auch realistisch. Auch was ihn und den FCB angeht: "Der FC Bayern ist in der Lage, jeden Trainer der Welt holen. Auf dem Niveau ist es wichtig, dass ich mich in der Champions League auf dem allerhöchsten Level bewege", sagte Hasenhüttl: "Das tue ich aktuell nicht, da brauche ich einfach noch ein paar Jahre. Deswegen ist das noch kein Thema."

Sollte Hasenhüttl seine Leistungen der letzten Jahre aber weiter bestätigen, wird er sicher zum heißen Kandidaten auf den Trainerposten der Münchner. Wenn er es nicht ohnehin schon ist.

 

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