Klage gegen Vermieter Hohenzollernkarree: 129 Mieter wehren sich gemeinsam vor Gericht

Auf einer Richterbank im Landgericht liegt ein Richterhammer aus Holz. (Symbolbild) Foto: Uli Deck/dpa

Hohenzollernkarree: 65 Prozent schließen sich der Musterklage des Mietervereins an.

 

München - Im Hohenzollernkarree in Schwabing kämpfen die Mieter gemeinsam gegen ihren Vermieter: Denn 200 von 230 Mietparteien drohen nach Modernisierungsmaßnahmen zum Teil drastische Mieterhöhungen. Beispiel: Dem Ehepaar Katrin (80) und Otto H. (82) wurde angekündigt, das Doppelte zahlen zu müssen.

Mieterverein reicht Klage ein

Die Modernisierungsmaßnahmen hatte die Max-Emanuel Immobilien GmbH noch schnell angekündigt hat, bevor Anfang 2019 eine mieterfreundlichere Rechtsprechung in Kraft getreten ist: Statt elf Prozent dürfen Vermieter nun nur noch acht Prozent der Kosten auf die Mieter umlegen. Doch beginnen will der Eigentümer mit dem Großteil der Arbeiten erst in zwei Jahren.

Der Mieterverein reichte dagegen am 10. April eine Musterfeststellungsklage ein – ein Novum. Nun ist die größte Hürde genommen: Mindestens 50 Betroffene müssen sich dafür beim Bundesamt für Justiz ins Klageregister eintragen – mittlerweile sind es schon 129. Ein Termin steht auch fest: Am 15. Oktober soll der Prozess beginnen.

 

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