Kinostart am 20. Juni "Brightburn: Son of Darkness": So wäre "Superman" als Horrorfilm

Eines ist klar: Brandon Breyer (Jackson A. Dunn) strebt keine Reporter-Karriere beim Daily Planet an Foto: 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Was, wenn Supermans Charakter ganz und gar nicht super wäre? Dieser interessanten Frage geht der Horrorfilm "Brightburn: Son of Darkness" nach.

 

Ein Flugobjekt bruchlandet auf der Erde, in den Trümmern findet sich ein Säugling - menschengleich, aber mit übernatürlichen Kräften ausgestattet. Na klar, jeder Comic-Fan kennt die Origin-Story von Superman alias Clark Kent, der zum rechtschaffenen Superhelden und Beschützer der gesamten Menschheit wird. Doch was, wenn ein derartiges außerirdisches Wesen einen weit weniger hehren Charakter hätte? Sich die Sorge bestätigen würde, die schon ein gewisser Bruce Wayne alias Batman hegte, als er sich in "Batman v Superman" mit dem Kryptonier zoffte?

Dieses interessante Gedankenspiel stellt der neue Film "Brightburn: Son of Darkness" an, der ab dem 20. Juni in den deutschen Kinos anläuft. Nicht als kunterbunte Heldenreise wird die "Superman"-Story darin erzählt, sondern als knallharter Horrorfilm zelebriert. Als solcher erinnert er an "Das Omen" oder den Indie-Hit "Chronicle - Wozu bist Du fähig?", der einst die Karrieren von Michael B. Jordan und Dane DeHaan startete.

Der ist nur in der Pubertät!

Horrorfilme greifen gerne weltliche Sachverhalte auf und verfrachten sie - ins Unermessliche gesteigert - in die Welt des Fantastischen. Rassismus in "Get Out", die Folgen des Atomkriegs in "Godzilla", erblich bedingte Leiden in "Hereditary", ja selbst die Angst vor sexuell übertragbaren Krankheiten in "It Follows".

In "Brightburn" liegt das Motiv auf der Hand. Aus dem Sohn, hier im wahrsten Sinne ein "Geschenk des Himmels", wird plötzlich ein trotziger Junge, der den Eltern nur noch Kummer bereitet. Wie schon William Friedkins Horror-Meisterwerk "Der Exorzist" von 1973 kann "Brightburn" als Parabel für die Pubertät gesehen werden. Die aus so manch einem lieben Kind schon (vorübergehend) einen Satansbraten gemacht hat.

Für wen ist "Brightburn"?

Der perfekte Zuschauer für David Yaroveskys Film ist folglich eine Mischung aus Horror- und Comic-Fan. Einer, der die härtere Grusel-Gangart mag, wie schon der Trailer zu "Brightburn" mahnend andeutet. Schlagworte: Augapfel und Glassplitter...

Und auch wer Schauspielerin Elizabeth Banks (45) in einem für sie ungewohnten Genre erleben möchte, sollte "Brightburn: Son of Darkness" eine Chance geben. Sie mimt darin die Ziehmutter des teuflischen Sohnes, die ab 20. Juni ansehnlich zwischen mütterlicher Liebe und zunehmender Angst vor ihrem "Nachwuchs" schwankt.

 

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