Kettenbrief verbreitet Angst Gruselfratze "Momo" bedroht Kinder auf WhatsApp

Mit hervorstehenden Augen und gruseligem Lächeln versetzt "Momo" Kinder und Jugendliche in Angst und Schrecken. Foto: Screenshot Facebook/Momo Momo

Ein Kettenbrief versetzt Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt über WhatsApp in Angst und Schrecken. Eine Gruselfratze namens "Momo" droht dem Empfänger in der Nacht Arme und Beine anzufressen, sollte die Nachricht nicht verbreitet werden. Eltern in Deutschland sind besorgt.

Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt werden derzeit über verschiedene Social-Media-Kanäle in Angst und Schrecken versetzt. Es ist ein Gesicht, vor dem nicht nur Kinder Angst bekommen: die Gruselfratze "Momo". In Deutschland verbreitet sich aktuell ein Kettenbrief, der gezielt mit Angst von jungen Menschen spielt: " Hallo ich bin Momo und bin vor 3 Jahren verstorben ich wurde von einem Auto angefahren und wenn du nicht möchtest das ich heute Abend um 00:00 Uhr in deinem Zimmer stehe und dir beim schlafen zuschaue dann sende diese Nachricht an 15 Kontakt weiter."

Sollte die Nachricht nicht weitergeleitet werden, könnte das laut "Momo" für den Betroffenen den Tod bedeuten. Oder der Arm wird abgeschnitten und das Bein angefressen. Mit dieser Horror-Vorstellung sollen die Empfänger animiert werden, die Nachricht zu verbreiten. Die Tochter von TV-Moderatorin Eva Grünbauer hat ebenfalls den verstörenden Kettenbrief erhalten. In der Sendung "17:30 SAT.1 BAYERN" spricht sie mit dem Sozialpädagogen Benjamin Gründbichler über den Umgang mit so einer Nachricht. Mehr dazu sehen Sie in dem Video.

Gruselfratze "Momo" stellt gefährliche Aufgaben

Während es in Deutschland momentan noch "nur" ein Kettenbrief ist, gibt es in anderen Ländern bereits "Momo-Challenges". Die Gruselfratze bedroht dabei den Empfänger, will persönliche Daten von ihm erpressen und stellt ihm gefährliche Aufgaben. In Argentinien soll ein zwölfjähriges Mädchen aufgrund von "Momo" Selbstmord begangen haben, wie die "Buenos Aires Times" berichtet.

Die Tat soll das Mädchen laut Polizei sogar mit dem eigenen Handy gefilmt haben. Derzeit wird nach einem Tatverdächtigen, der mit dem Opfer in Verbindung stand, gefahndet. "Das Telefon wurde gehackt, um Filmmaterial und WhatsApp-Chats zu finden, und jetzt wird nach dem mutmaßlichen Jugendlichen gesucht, mit dem sie diese Nachrichten ausgetauscht hat", sagte die Polizei gegenüber der "Buenos Aires Times".

"Momo"-Figur stammt aus Japan

Das Vorbild für "Momo" ist eine Statue der Firma "Link Factory" aus Japan. Laut "Netzwelt" soll es eine Gestalt aus dem japanischen Volksglauben, eine "Ubume" oder "Ubumetori", darstellen. Es ist eine Mischung aus dem Geist einer Mutter und einem bösartigen Vogel, der Kinder von glücklichen Eltern stiehlt. Die Statue wurde unter anderem in der japanischen "Vanilla Gallery" ausgestellt. Von dort aus verbreitete sich im Internet das Bild der Gruselfratze "Momo".

 

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