Kein Zuschlag Streik bei der Bahn: Ansturm auf Fernbusse

Nach der Ankündigung eines insgesamt mehr als viertägigen Streiks der Lokomotivführer bei der Deutschen Bahn hat bei den betroffenen Reisenden ein Ansturm auf Fernbusse begonnen.

 

München - "Wir haben binnen weniger als einer Stunde fünf Mal mehr Zugriffe auf unserer Buchungsseite verzeichnet als sonst üblich", sagte ein Sprecher des Marktführers Meinfernbus.de am Dienstag. Auch der ADAC-Postbus verbucht einen starken Kundenandrang. Für das nun anstehende Streikwochenende erwartete ein Sprecher einen Anstieg der Buchungen von 50 Prozent.

Zusätzlich zur Postbus-Flotte von 60 Omnibussen werde das Gemeinschaftsunternehmen von ADAC und Post alle verfügbaren Ersatzfahrzeuge zum Einsatz bringen, um den Bahnkunden eine Alternative zu bieten, hieß es. Zu den 308 regulären Omnibussen von Meinfernbus.de sollen nach Angaben eines Sprechers mindestens 50 weitere Fahrzeuge eingesetzt werden.

Pro Streiktag sollen Buchungen um das Vierfache des sonstigen Wertes hochschnellen. "Wir gehen davon aus, dass die Busse voll sein werden", betonte der Sprecher. Beim letzten Streik der Gewerkschaft der Lokomotivführer im Oktober seien 100 Fahrten zusätzlich ins Programm genommen worden.

Einen Streikzuschlag werden die Busunternehmen indes nicht verlangen. "Die Not der Kunden werden wir nicht ausnutzen", betonte der Postsprecher. Er empfahl den Kunden wegen des erwarteten Andrangs, möglichst früh zu buchen.

 

0 Kommentare