Kein Zeitdruck mehr München: Neuer Carsharing-Anbieter will für Entspannung im Verkehr sorgen

Ein "Miles"-Fahrzeug. Der Carsharing-Anbieter berechnet pro Kilometer statt pro Minute. Foto: Miles Mobility

Mit "Miles" kommt ein neuer Carsharing-Anbieter nach München. Im Fokus soll das Thema Sicherheit im Verkehr stehen.

 

München - Wer sich ein Fahrzeug über eine Carsharing-Plattform leiht, bezahlt meistens nach Zeit. Jede Minute, die man im Auto verbringt, kostet Geld. Das verleitet natürlich leicht zum Rasen, denn je schneller man am Ziel ist, desto günstiger ist die Fahrt.

Der Berliner Autoverleiher "Miles“ verfolgt ein anderes Konzept. Hier wird nach gefahrenen Kilometern abgerechnet, statt nach Zeit. Laut Miles-Chef Alexander Eitner soll das "für mehr Entspannung im Straßenverkehr sorgen.“ Alle Fahrzeuge hätten bewusst weniger PS als die der anderen Anbieter, um Benutzer nicht zum Rasen zu verleiten.

Tage, Wochen, Monate: Flexible Mietdauer

Bei "Miles“ soll es zudem möglich sein, Fahrzeuge auch über mehrere Tage oder sogar Monate zu mieten.

Das Unternehmen plant, in München mit einer Flotte von 250 Fahrzeugen zu beginnen. Ende dieses Jahres sollen die nicht nur in München, sondern auch am Flughafen verfügbar sein. Zum Vergleich: Das Carsharing-Unternehmen "Car2Go“ stellt zur Zeit 1.250 Autos im Stadtgebiet zur Verfügung.

"Miles" will an soziale Projekte spenden

"Miles“ agiert bereits in Berlin, Hamburg, Köln, und Sylt. Gegründet wurde es 2016. Seit im März ein neuer Investor mit fünf Millionen Euro eingestiegen ist, setzt das Unternehmen auf eine schnelle Expansion, um den etablierten Carsharing-Anbietern Konkurrenz machen zu können.

Um sich in München einen Sympathie-Bonus zu sichern, spendet "Miles“ pro gefahrenem Kilometer einen Cent an soziale Münchner Projekte.

 

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