Katzenfutter im Test Welches Futter ist wirklich für die Katz' ?

Nicht zu viel Katzenfutter geben: Eine Katze braucht täglich zwischen 250 und 340 Gramm. Foto: dpa

Was ist drin im Katzenfutter? Die Stiftung Warentest hat 33 Futter im Labor analysieren lassen. Sieben waren "sehr gut" oder "gut", sechs fielen aber komplett durch.

 

München - Im TV wird Katzenfutter schon als mal als Feinschmecker-Kost für den Stubentiger beworben. Doch was ist eigentlich drin in den Dosen und Tüten? Die Stiftung Warentest hat 33 sogenannte Feuchtfutter untersucht. Fazit: Sechs Katzenfutter fielen komplett durch, neun bekamen gerade mal ein „ausreichend“. Doch es gibt auch „sehr gutes“ Futter – und da muss nicht teuer sein.

Gerade einmal 21 Cent kostet die Tagesration des Testsiegers „Kaufland K-Classic Adult“ – beim Dritten, Lidls „Coshida“, sind es sogar nur 20 Cent. Teuer heißt also nicht zwangsläufig besser. Im Gegenteil: 4,05 Euro kostet die tägliche Portion des Futters „Royal Canin“. Das Edelfutter fiel bei den Inhaltstoffen durch und bekam deshalb ein „mangelhaft“.

Denn die Warentester untersuchten genau, ob die Futter das drin haben, was eine Katze braucht. So ist Arachidonsäure wichtig für Gewebshormone und Fortpflanzung. Hat das Futter zu wenig Taurin können die Tiere auf Dauer erblinden oder bekommen Herzerkrankungen. Wichtig ist auch Aminosulfonsäure fürs Nervensystem und Vitamin A für Augen und Haut.

Das Problem dabei: Sind gewisse Inhaltsstoffe überdosiert im Futter, kann dies die Katze genauso krank machen wie eine Unterdosierung. Bei zu viel Vitamin A besteht die Gefahr, dass auf lange Sicht Brust und Halswirbelsäule versteifen. Und zuviel Phosphor, das wie Kalzium für starke Knochen wichtig ist, schadet den Nieren.

Immerhin waren 15 Katzenfutter im Test ausgewogen zusammengesetzt. Für die Vermutung vieler Katzen-Fans, dass Hersteller dem Futter Lockmittel zusetzten, fanden die Experten keinen Hinweis. Aber warum fahren Katzen auf oft auf ein bestimmtes Futter ab, und lassen ein anderes links liegen? Das habe mit dem Verhalten der eigensinnigen Tiere zu tun. Derartige Lockstoffe gebe es außerdem gar nicht, so Ellen Kienzle, Fachtierärztin an der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität München. Versüßen konnten die Hersteller den Tieren das Futter auch nicht. Denn: „Katzen können Zucker nicht schmecken“, so Kienzle.

Untersucht haben die Tester auch das vegetarische Futter „Benevo Duo“. Die Auswertung des Labors lasse darauf schließen, dass der Hersteller tierische Zutaten verwende. Überhaupt sei eine vegetarische oder gar veganische Ernährung für Katzen nicht artgerecht.

Katzenhalter sollten sich zudem nicht von den Bildern auf den Packungen täuschen lassen. Denn darauf prangen oft leicht übergewichtige Katzen. Einige Fütterungsempfehlungen seinen zu hoch, meint die Stiftung Warentest. So rechnet „DM“ für sein Futter „Dein Bestes“ mit einer Tagesration von 400 Gramm. Für eine leicht übergewichtige Katze würden 250 Gramm reichen, für ein schlankes und aktives Tier rund 340 Gramm. Ach ja: Ist die Katze zu dick sollten die Halter das Tier keinesfalls auf eine Nulldiät setzen. Das könne die Leber schädigen und innerhalb kurzer Zeit tödlich sein.

„Sehr gut“: Kaufland K-Classic Adult (zarte Häppchen in feiner Sauce mit Truthahn und Leber), Kitekat (Mit Geflügel und Wild in Gelee), Lidl Coshida (Feinste Stückchen in Sauce mit Rind).

"Gut": Sheba (Sauce Spéciale mit Putenhäppchen in heller Sauce, Hill's Science Plan Adult (Stückchen in Sauce Huhn), Edeke Gut und Günstig (Zarte Stückchen mit Geflügel in feiner Sauce), Purina One Adult (Natural Balance mit Rind, Karotten und Zucchini).

Diese Futter erhielten ein „mangelhaft“: Activa (Mit Rind und Herz in Gelee), Animondo Carny Adult (Rind + Huhn), Felix (Mit Rind und Huhn in Gelee), Royal Canin (Gravy Instinctive kleine Stückchen in Soße), Terra Faelis (Naturkost für Katzen Rind mit Karotten & Brunnenkresse), Defu (Bio, Huhn Paté mit Karotten & Kartoffeln sensitiv).

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