Kantersieg im DEL-Topspiel EHC Red Bull München schießt sich für Showdown in Göteborg warm

Serienmeister der DEL: Trainer Don Jackson (re.) und sein EHC Red Bull München. Foto: imago/GEPA pictures

Der EHC Red Bull München gewinnt das DEL-Topspiel gegen die Düsseldorfer EG 4:1. Nun geht’s zum Finale in der Champions League gegen Frölunda.

 

München - Wer ein wahrer König in der Liga der Champions sein will, der darf natürlich auch seine Pflichtaufgabe in der Heimat, in den "Niederungen" der DEL, nicht vernachlässigen.

Der EHC Red Bull München, der deutsche Triple-Meister, der am Dienstag (19 Uhr, Sport1) bei den Frölunda Indians in Göteborg das Finale in der Champions League CHL bestreitet, hatte es am Oberwiesenfeld mit der Düsseldorfer EG zu tun. Das Duell des Zweiten (München), der zuletzt in der DEL eine Siegesserie gestartet und die vergangenen acht Partien alle gewonnen hatte, gegen den Dritten (Düsseldorf) war ein echtes Vorspiel für den großen Showdown in Göteborg. Am Ende setzte sich der EHC mit 4:1 durch.

Andreas Eder trifft nach DEG-Bock

München begann konzentriert, aggressiv – und erfolgreich. Andreas Eder nutzte einen kapitalen Bock von DEG-Verteidiger Alexandre Picard nach 6:52 Minuten eiskalt aus und hämmerte die Scheibe vor 5490 Zuschauern zum 1:0 ins Netz. Sein bereits neunter Saisontreffer, der zehnte Scorerpunkt im achten Spiel in Serie.

"Ich weiß auch ned, warum es im Moment so gut läuft, aber ich stell’ da auch ned zu viele Fragen", sagte der Torschütze, "ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass das Finale in der Champions League gar ned in unseren Köpfen ist, aber jetzt ist erstmal Düsseldorf dran. Wir müssen das jetzt genau so gut zu Ende bringen, wie wir angefangen haben." Und was meinen die Düsseldorfer? "Wir müssen nichts ändern, sondern nur unseren Spielplan, den wir erarbeitet haben, richtig umsetzen", sagte Düsseldorfs schwedischer Neuzugang Nichlas Torp nach dem 0:1, "es macht Spaß!"

Trevor Parkes erkämpft den Puck

Wirklich? Der Spaß dürfte sich in der zehnten Minute minimiert haben, da war es EHC-Stürmer Justin Shugg, der die Scheibe unhaltbar ins Kreuzeck nagelte. Trevor Parkes hatte den Puck toll erkämpft und so den Treffer für die Münchner, bei denen der deutsch-dänische Stürmer Mads Christensen nach monatelanger Verletzungspause sein Comeback gab, vorbereitet.

Mit dem 2:0 ging es in die Drittelpause. "München macht kaum Fehler. Trainer Don Jackson schafft es wirklich, dass sich seine Mannschaft auch zwei Tage vor dem Champions-League-Finale voll auf dieses Spiel konzentriert", sagte Ex-Nationalspieler und Sport1-Experte Rick Goldmann.

Die DEG kam aber besser aus der Kabine. "Wir waren ein bisschen schlampig, haben keine sauberen Pässe hinten raus gespielt", sagte EHC-Nationalverteidiger Yannic Seidenberg. Doch die Megachance hatte EHC-Verteidiger Keith Aulie, dessen Schuss in der 24. Minute an die Latte knallte. Zählbares passierte im Mittelabschnitt nicht, es blieb beim 2:0.

DEG nutzt Überzahlspiel

Im Schlussabschnitt nutzte die DEG eine Überzahl zum Anschlusstreffer. Ryan McKiernan mit dem 2:1 (45.). Doch fünf Minuten später schlug der EHC zurück. In Überzahl staubte Nationalstürmer Yasin Ehliz ab – 3:1 für München! Der Schlusspunkt war Kapitänssache: Michael Wolf mit dem Empty-Net-Tor – seinen 99. Treffer im EHC-Trikot – zum 4:1 (59.). Liga abgehakt, jetzt steht das CHL-Endspiel bei Frölunda an.

"Das wird ein richtig geiles Spiel", sagte Münchens Nationalstürmer Patrick Hager, "wir fahren da hin, um zu gewinnen."

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