Kampfhandlungen abgeflaut UN: Waffenruhe in wichtiger jemenitischer Hafenstadt hält

Mit der Waffenruhe ist die Hoffnung auf eine Entspannung der dramatischen humanitären Lage in dem bitterarmen Land auf der Arabischen Halbinsel verbunden. Foto: Mohammed Mohammed/XinHua/dpa

Sanaa - Die Waffenruhe für den strategisch wichtigen Hafen Hudaida im Bürgerkriegsland Jemen hält nach Ansicht der UN zunächst. Das gehe aus den Lageberichten aus dem Konfliktgebiet hervor, hieß es aus offiziellen Kreisen der Vereinten Nationen.

Die Umsetzung des bei den Friedensgesprächen in Schweden ausgehandelten Abkommens sei auf dem richtigen Weg. Den Angaben zufolge soll nun so schnell wie möglich ein Komitee die Arbeit aufnehmen, das den Abzug der Truppen beider Konfliktparteien koordinieren soll.

Der von den schiitischen Huthi-Rebellen kontrollierte Hafen Hudaida ist eine der wichtigsten Versorgungsadern des bitterarmen Landes. Die Rebellen und die international anerkannte Regierung hatten sich am Donnerstag bei den Friedensgesprächen auf eine Waffenruhe geeinigt. Sie war in der Nacht auf Dienstag in Kraft getreten. Unmittelbar danach wurden Vorwürfe laut, die Feuerpause werde missachtet.

Mit der Waffenruhe ist die Hoffnung auf eine Entspannung der dramatischen humanitären Lage in dem Land auf der Arabischen Halbinsel verbunden. Nach mehr als vier Jahren Bürgerkrieg erlebt der Jemen den UN zufolge die schwerste humanitäre Krise der Welt. Millionen Menschen müssen hungern, 250.000 droht der Hungertod.

 

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