Kampf gegen Rechts Protest-Aktion in München: Femen-Aktivistinnen stürmen das Hofbräuhaus

Das Hofbräuhaus am Platzl. Hier protestierten zwei Aktivistinnen der Gruppe "Femen". Foto: AZ-Montage/imago images/Joko/facebook/FEMEN Germany

Am Montag haben zwei Aktivistinnen der Gruppe "Femen" in München das Hofbräuhaus gestürmt. Mit entblößten Oberkörpern sprangen sie auf die Tische und skandierten laut "100 Jahre Faschismus, 100 Jahre zu viel". Mit ihrer Aktion wollte die Gruppe ein Zeichen gegen Nationalismus setzen.

 

München - Die Besucher des Münchner Hofbräuhaus' erlebten am Montag einen Protest der besonderen Art. Zwei Aktivistinnen stürmten das Brauhaus, sprangen auf einen Tisch und skandierten laut "100 Jahre Faschismus, 100 Jahre zu viel". Auf ihre entblößten Oberkörper hatten sie "Don't let history repeat" und "Rechter Terror muss sterben" geschrieben.

Femen-Aktivistinnen protestieren gegen Faschismus

Der Zeitpunkt ihrer Aktion wurde von den "Femen" bewusst gewählt, wie sie auf Facebook erklären: "Heute stürmten 2 Aktivistinnen das Hofbräuhaus in München.

Auf den Tag genau, vor 100 Jahren (24.02.1920), veranstaltete an dieser Stelle eine gerade erst in die NSDAP umbenannte Partei ihre erste Massenveranstaltung (vor etwa 2.000 Menschen) und verkündete ihr 25-Punkte-Programm."

Wie ein Video auf Facebook, das von "Femen Germany" gepostet wurde, zeigt, versuchten Security-Mitarbeiter die Aktion der beiden Frauen zu unterbinden.

Für die Gruppe sind die Ereignisse der damaligen Zeit aktueller den je: "In ganz Europa erstarken rechte Parteien wie Metastasen, rechter Terror tötet. Zuletzt tötete ein Terrorist in Hanau 10 Menschen. Dies sind keine Einzeltäter! [...] Daher rufen wir zum einzigen Punkt auf: verbannt den Faschismus aus den Köpfen der Menschen. 100 Jahre Faschismus sind 100 Jahre zu viel!"

"Die Partei" - Mahnwachen in München

Auch die Satirepartei "Die Partei" veranstaltete in München Mahnwachen zum 100. Jahrestag der NSDAP-Gründung unter dem Motto "Fasching statt Faschos", wie die "SZ" berichtet. Jerome Sturmes, Stadtratskandidat der Satirepartei, sagt im Interview mit der Zeitung: "Wir setzen uns ein für ein fröhliches, buntes München - zusammen mit Menschen, die sich gegen Faschismus aussprechen. Und wir wollen das Datum neu und positiv besetzen."

 

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