Kalla schlägt Björgen Skilanglauf: Carl sorgt für Lichtblick am Polarkreis

Die deutsche Skilangläuferin Victoria Carl in Aktion. Foto: Petter Arvidson/Bildbyran via ZUMA Wire/dpa

Norwegens Skikönigin Marit Björgen hat den Gesamtsieg der Mini-Tour im finnischen Kuusamo zum Auftakt des Langlauf-Weltcups verpasst. Aus deutscher Sicht überzeugt Victoria Carl.

 

Kuusamo - Skilangläuferin Victoria Carl hat zum Auftakt des Olympiawinters für einen deutschen Lichtblick am Polarkreis gesorgt. Die frühere Junioren-Weltmeisterin aus Zella-Mehlis lief am letzten Tag der Mini-Tour im finnischen Kuusamo mit einem beherzten Verfolgungsrennen von Platz 28 auf 20 vor. Den Gesamtsieg holte sich die Schwedin Charlotte Kalla, die den 112. Weltcupsieg ihrer Dauerrivalin Marit Björgen (Norwegen) verhinderte.

"Die Mädels sind sehr engagiert gelaufen, gerade die Vicki hat sich sehr gut bewegt", sagte Andreas Schlütter, sportlicher Leiter im DSV: "Die Richtung stimmt, die Nervosität ist abgefallen. Jetzt können wir optimistisch in die nächsten Rennen schauen." Schon am Samstag hatte Carl mit Rang 19 über zehn Kilometer klassisch überzeugt.

Allerdings hat nach den ersten drei Rennen noch keine DSV-Läuferin auch nur die halbe Norm für die Spiele in Pyeongchang (zweimal Platz 15) erfüllt. Das gilt auch für die DSV-Männer, bei denen Andreas Katz (Baiersbronn) als bester Starter den 31. Rang belegt.

Ein Ausrufezeichen setzte der 21 Jahre alte Norweger Johannes Hösflot Kläbo mit drei Siegen an drei Tagen. Der vom IOC lebenslang für Olympia gesperrte russische Skilangläufer Jewgeni Below, am Samstag als Sechster in Reichweite zum Podest, belegte den zwölften Rang.

Nicole Fessel nicht am Start

Für Spannung sorgte einmal mehr das ewige Duell zwischen der 37 Jahre alten Skikönigin Björgen und Kalla. Diesmal hatte die Schwedin das bessere Ende für sich, feierte ihren ersten Sieg seit Februar 2015 und übernahm auch die Führung im Gesamtweltcup.

Björgen, die am Samstag über 10 km Klassik ihren 111. Weltcupsieg gefeiert hatte, lag im Ziel 9,7 Sekunden hinter der Vancouver-Olympiasiegerin zurück. Dritte wurde Björgens Landsfrau Ragnhild Haga (+33,9). Sandra Ringwald (Schonach) und Stefanie Böhler (Ibach) sammelten auf den Rängen 27 und 29 ebenfalls noch Weltcuppunkte.

Nicole Fessel, beste deutsche Distanzläuferin, fehlte wegen der Nachwirkungen einer leichten Erkrankung in Kuusamo. Bei den Männern triumphierte Kläbo am Wochenende sowohl im Sprint wie auch auf der Distanz. Am Sonntag lag er nach dem abschließenden Jagdrennen über 15 km knapp vor seinem Landsmann Martin Johnsrud Sundby und Alexander Bolschunow (Russland).

Als bester Deutscher belegte Andreas Katz (Baiersbronn) den 31. Rang, direkt hinter ihm folgten Thomas Bing (Rhön) und Sebastian Eisenlauer (Sonthofen). Jonas Dobler (Traunstein) folgte auf dem 38. Rang, Thomas Wick (Zella-Mehlis) auf Position 57.

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