Jury gibt Longlist bekannt Deutscher Buchpreis 2019: Das sind die 20 nominierten Titel

Viele neue Autoren haben es in die Auswahl für den Deutschen Buchpreis 2019 geschafft. (Symbolbild) Foto: Jan Woitas/zb/dpa

Eine komische Irre und ein arroganter Fußballprofi. Das Patriarchat als einsame Insel, der Sommer von 1969 und ein Rächer namens "Mobbing Dick". Die Longlist beim Deutscher Buchpreis ist bunt - und so jung und frisch wie selten.

 

Frankfurt/Main - Am Dienstag hat die Jury die sogenannte Longlist für die Verleihung des Deutschen Buchpreises bekanntgegeben. Mitte September wird die Liste auf sechs Titel, die Shortlist, verkürzt. Der Sieger wird am 14. Oktober verkündet - am Vorabend des Starts der Frankfurter Buchmesse.

Reihenweise haben es erste Werke junger Autoren in die Vorauswahl für den Deutschen Buchpreis 2019 geschafft. Auf der Longlist stehen aber auch bekannte Namen wie Sa?a Stani?ic, Ulrich Woelk oder Marlene Streeruwitz. "Um die Zukunft des Lesens und des Schreibens muss uns da nicht bange sein", sagte der Sprecher der siebenköpfigen Jury, Literaturkritiker Jörg Magenau, am Dienstag in Frankfurt. "Besonders erfreulich" findet die Jury, "dass es so viele gelungene Debüts zu entdecken gab".

Deutscher Buchpreis: Wer folgt auf "Archipel"?

Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels jährlich den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Der Preis ist mit insgesamt 37.500 Euro dotiert: Der Sieger erhält 25.000 Euro, die übrigen Autoren der Shortlist jeweils 2.500 Euro.

Für den Deutschen Buchpreis 2019 hatten mehr als 100 Verlage 173 Romane eingereicht. Im vergangenen Jahr gewann Inger-Maria Mahlke für ihren Roman "Archipel" den Buchpreis. Er gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen der Branche und wird seit 2005 verliehen.

Deutscher Buchpreis 2019: Diese Werke sind nominiert

  • Nora Bossong: "Schutzzone" (Suhrkamp)
  • Jan Peter Bremer: "Der junge Doktorand" (Berlin Verlag)
  • Raphaela Edelbauer: "Das flüssige Land" (Klett-Cotta)
  • Andrea Grill: "Cherubino" (Paul Zsolnay)
  • Karen Köhler: "Miroloi" (Carl Hanser Verlag)
  • Miku Sophie Kühmel: "Kintsugi" (S. Fischer)
  • Angela Lehner: "Vater unser" (Hanser)
  • Emanuel Maeß: "Gelenke des Lichts" (Wallstein)
  • Alexander Osang: "Die Leben der Elena Silber" (S. Fischer)
  • Katerina Poladjan: "Hier sind Löwen" (S. Fischer)
  • Lola Randl: "Der Große Garten" (Matthes & Seitz)
  • Tonio Schachinger: "Nicht wie ihr" (Kremayr & Scheriau)
  • Norbert Scheuer: "Winterbienen" (C.H.Beck)
  • Eva Schmidt: "Die untalentierte Lügnerin" (Jung und Jung)
  • Sa(s)a Stani(s)ic: "Herkunft" (Luchterhand)
  • Marlene Streeruwitz: "Flammenwand" (S. Fischer)
  • Jackie Thomae: "Brüder" (Hanser Berlin)
  • Ulrich Woelk: "Der Sommer meiner Mutter" (C.H.Beck)
  • Norbert Zähringer: "Wo wir waren" (Rowohlt)
  • Tom Zürcher: "Mobbing Dick" (Salis)

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