Jugend-Aktion in der Maxvorstadt Das erste Sommer.dok

Das Zeitzeugengespräch mit Ernst Grube war einer der Höhepunkte der diesjährigen „Sommer.dok“. Foto: ho

Die Sommerferien gerade erst gestartet, strahlender Sonnenschein und brütende Hitze: Trotzdemfanden etwa 30 Geschichtsinteressierte den Weg zum Königsplatz

 

Maxvorstadt - Dort hatte zum ersten Mal Sommer.dok – Die JugendGeschichtsWerkstatt ihre (fünf) Zelte aufgeschlagen. In dem kleinen Zeltdorf, das direkt gegenüber dem künftigen NS-Dokumentationszentrum errichtet worden war, setzten Jugendliche ihre Vorstellung von historisch-politischer Bildung jenseits vom Schulalltag um.

Nach einem gemeinsamen Brunch um 11 Uhr begann um 13 Uhr das Werkstatt- Programm mit einer Führung über den Königsplatz und durch das ehemalige Nazi-Viertel. Parallel dazu referierte Ozan Aykac von der Münchner StadtschülerInnenvertretung über das Thema „Rechtsextremismus“ – ein Vortrag, der 2012 mit dem 1. Preis des Bundesschülerwettbewerbs ausgezeichnet wurde.

Im Anschluss berichtete Zeitzeuge Ernst Grube über seine Erinnerungen an die Pogromnacht 1938, an Kindheit und Verfolgung im Nationalsozialismus und beantwortete die vielen Fragen der interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer.

Zeitgleich präsentierte Jörg Baesecke sein Theaterstück „Papier.Krieg“, mit dem er Einblicke in das 20. Jahrhundert im Wechsel zwischen „Küchentisch und Weltgeschichte“ gewährte.

Ein weiterer Vortrag zum Thema „Rechtspopulismus“ von Robert Andreasch sowie der Dokumentarfilm „Blut muss fließen“ von Peter Ohlendorf rundeten das vielfältige Programm ab.

Außerdem konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch Werke der Ausstellung „Jugend im Nationalsozialismus“ zum 70. Jahrestag der Ermordung des Jugendlichen Walter Klingenbeck begutachten, sich in der „Lese-Ecke“ über die von Nationalsozialisten verbrannten Bücher informieren und einen „Denk-Pfad“ beschreiten, der in 33 Stationen zur Auseinandersetzung mit eigenen Einstellungen und (Vor-)urteilen herausforderte.

 

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