Jüdisches Museum Das bewegte Leben des Max Mohr

Der Vortrag findet im Jüdischen Museum statt. (Symbolbild) Foto: Maximilian Dörrbecker/ho

Wo war der Weltenbummler und Schriftsteller Max Mohr zu Hause? Im Jüdischen Museum sucht Experte Florian Steger nach Antworten.

Altstadt - Florian Steger, Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg und Herausgeber der 2013 erschienenen Korrespondenzen von Max Mohr, hält am Dienstag, 20. Januar, um 19 Uhr, im Jüdischen Museum München, St.-Jakobs-Platz 16, den Vortrag „Max Mohr – in welcher Welt zu Hause?“.

Max Mohr, geboren 1891, war Arzt und einer der erfolgreichsten Schriftsteller der Weimarer Republik. Er praktizierte und lebte mit seiner kleinen Familie zunächst bescheiden und zurückgezogen am Tegernsee, wo er in rascher Folge eine ganze Reihe von Werken verfasste.

Später zog es den gefeierten Dramatiker immer öfter nach Berlin. Als Jude musste Max Mohr 1934 nach Shanghai fliehen. Im Exil versuchte er Verbindungen zu Intellektuellen und Künstlern zu halten, so auch zu Thomas Mann. Die erhaltenen Briefe belegen Mohrs intellektuellen Austausch mit zeitgenössischen Größen der künstlerischen Szene und lassen einen tiefen Einblick in sein Leben zu.

Max Mohr starb 1937 in Shanghai, sein literarischer Nachlass befindet sich im städtischen Literaturarchiv Monacensia. Der Vortrag findet im Rahmen der Studienraumausstellung der Monacensia „Kultur am Abgrund. Jüdisches Leben am Tegernsee 1900 bis 1933“ statt, die im Jüdischen Museum München verlängert bis 22. Februar zu sehen ist.

Der Eintritt für den Vortrag beträgt 5 Euro. Anmeldung telefonisch unter 2 88 51 64 23 oder per E-Mail unter veranstaltungen.jmm@muenchen.de.

 

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