"Juden sind in Bayern nicht erwünscht" Weil sie Kippa trugen: 39-Jähriger beleidigt zwei Juden

Die beiden Männer trugen eine Kippa - danach hagelte es Beleidigungen vom Waschstraßen-Mitarbeiter. (Symbolbild) Foto: Boris Roessler/dpa

Ein Mitarbeiter einer Waschstraße in Freimann hat zwei jüdische Männer beleidigt. Gegen den 39-Jährigen wurde Anzeige erstattet.

 

Freimann - Wie die Polizei berichtet, ereignete sich der Vorfall bereits am Morgen des 18. Juni: Ein 64-jähriger Mann aus Berlin wollte sein Auto in einer Waschstraße in der Maria-Probst-Straße in Freimann säubern – sein 26 Jahre alter Sohn begleitet ihn dabei. Weil er mit der Reinigung unzufrieden war, meldete er sich vor Ort bei einem 39-jährigen Angestellten der Waschstraße. Laut Polizei verhielt der sich desinteressiert und verwies den Berliner vom Gelände.

Der 64-Jährige und sein Sohn sind Juden, am Tag des Vorfalls trugen beide Kippa. Wie die Polizei berichtet, beschimpfte der Mitarbeiter beide Männer "augenscheinlich aufgrund ihrer religiösen Zugehörigkeit". Demnach soll der Angestellte konkret gesagt haben: "Verfluchter Jude. Nimm das Zeug und putze selbst. Du kannst dich ficken. Juden sind in Bayern nicht erwünscht."

Der Angestellte beleidigte auch den Sohn, der daraufhin wütend gegen ein Garagentor der Waschstraße trat und dieses dadurch leicht beschädigte.

Gegen den 39-Jährigen wurde Anzeige wegen Beleidigung erstattet. Der 26-Jährige wurde wegen Sachbeschädigung angezeigt.

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