1000. Folge am Sonntag "Tatort": Zehn spannende Fakten zur Kult-Krimireihe

Der "Tatort" feiert am Sonntag ein großes Jubiläum: Dann läuft die tausendste Folge des beliebten Sonntagskrimis. Welche Kommissare haben eigentlich am häufigsten ermittelt und was hat das mit dem Vorspann auf sich? Die Antworten und weitere spannende Fakten zu den Kult-Krimis erfahren Sie hier.

 

Die Lieblingskrimireihe der Deutschen feiert ein großes Jubiläum: Am Sonntag, den 13. November, strahlt das Erste die tausendste "Tatort"-Folge aus. Vom Vorspann bis zu den meisten Leichen - Hier lesen Sie zehn spannende Fakten zu den Kult-Krimis.

1. Das steckt hinter dem Jubiläums-Titel

Der Titel der Jubiläums-Folge ist eine Hommage an den ersten "Tatort", der unter dem Namen "Taxi nach Leipzig" am 29. November 1970 im Ersten ausgestrahlt wurde. 999 Folgen später schickt der NDR unter gleichem Namen nun Maria Furtwängler und Axel Milberg mit dem Taxi auf eine Fahrt ins Ungewisse. Dabei wird es übrigens auch das eine oder andere Wiedersehen geben: Die beiden Schauspieler Günter Lamprecht und Hans-Peter Hallwachs, die bereits in der ersten Folge zu sehen waren, spielen auch 46 Jahre später wieder mit. Und sogar der Drehbuchautor von damals, Friedhelm Werremeier, wird in der Jubiläums-Folge zu sehen sein.

2. Der Mann aus dem Vorspann

Der legendäre "Tatort"-Vorspann ist wie die Krimis selbst schon längst Kult. Der in München gedrehte Clip ist immer noch der gleiche wie in der ersten Folge. Die Augen und Beine aus dem Vorspann gehören Horst Lettenmayer. Der ehemalige Schauspieler verdiente damals gerade einmal 400 Mark Tagesgage. Im Schimanski-Tatort "Der Pott" hatte er eine kleine Gastrolle, schaffte aber nie den Durchbruch. Nachdem es mit der Schauspielerei nicht geklappt hat, gründete er ein Unternehmen und verkauft bis heute erfolgreich Lampen.

3. Die Produktionszeiten

Die ersten 500 "Tatort"-Folgen entstanden innerhalb von rund 32 Jahren. Dann legte die Krimireihe einen Zahn zu. Die nächsten 500 wurden nämlich in viel weniger Zeit produziert: Sie brauchten nur noch 14 Jahre.

4. Plattdeutsche Eintagsfliege

Es gibt immer wieder "Tatorte", an denen sich die Geister scheiden. Dazu gehörte auch "Wat Recht is, mutt Recht bleiben" aus dem Jahr 1982. Der Krimi war komplett auf Plattdeutsch und mit Untertiteln. Das kam bei den rund 14 Millionen Zuschauern gar nicht gut an. So blieb es der erste und einzige Fall von Kommissar Schnuur, der von Uwe Dallmeier gespielt wurde.

5. Das Fleißsternchen geht nach München

Die meisten Fälle der Krimireihe hatte das Münchner Team Batic und Leitmayr. Die Hauptkommissare, gespielt von Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl, haben seit 1991 in 73 Folgen ermittelt. Das macht sie bislang zu den fleißigsten Kommissaren. Dienstälteste Ermittlerin ist jedoch Lena Odenthal (Ulrike Folkerts). Sie ist schon seit Ende Oktober 1989 in Ludwigshafen im Einsatz und hat mit bisher 64 Folgen auch die drittmeisten Fälle.

6. Frauenpower im Sonntagskrimi

Mittlerweile sind die "Tatort"-Kommissare geschlechtermäßig ja nahezu gerecht verteilt. Bis es allerdings die erste Frau als Ermittlerin in die Krimis schaffte, dauerte es über sieben Jahre. Nicole Heesters war die erste "Tatort"-Kommissarin und ermittelte am 29. Januar 1978 in der Folge "Der Mann auf dem Hochsitz" erstmals als Marianne Buchmüller. Bis 1980 folgten zwei weitere Fälle mit ihr.

7. Das Geschlechterverhältnis bei Täter und Opfer

Während das Geschlechterverhältnis bei den aktuellen Kommissaren einigermaßen ausgeglichen ist, sieht es bei Opfern und Tätern ganz anders aus. Hier ist die Geschlechterverteilung sehr eindeutig: Wie die Seite "tatort-fundus.de" aus Statistiken ermittelt hat, waren bisher 70 Prozent der Leichen und sogar Dreiviertel aller Täter männlich.

8. Welcher Krimi hatte die meisten Leichen?

Die meisten Toten gab es im "Tatort" einer dieser Statistiken nach bislang im Wiesbadener Fall "Im Schmerz geboren", der 2014 ausgestrahlt wurde. Die genaue Anzahl ist aber nicht ganz zweifellos definiert. Je nach Zählweise, also ob beispielsweise alle erwähnten oder nur die gezeigten Leichen gelten, gibt es in dem Krimi mit Kommissar Felix Murot zwischen 51 oder 54 Tote.

9. Und wo ging's "leichenlos"?

Ganz ohne Leichen kamen dagegen nur wenige "Tatorte" aus. In den Anfängen gab es noch etwas mehr, da es in den ersten Jahren auch Fälle gab, in denen es beispielsweise "nur" um Entführungen oder Schmuggel ging. Seit 1987 sind es jedoch nur drei Episoden der Krimireihe gewesen, die ohne Leiche auskamen. Das waren die Folgen "Heimspiel" (2004), "Leben gegen Leben" (2011) und "Machtlos" (2013).

10. "Scheiße!"

Zu den kultigsten "Tatort"-Kommissaren gehört definitiv Horst Schimanski, der von 1981 bis 1991 29 Einsätze hatte. Der von dem im Juni verstorbenen Götz George gespielte Ermittler war dafür bekannt, das Wort "Scheiße" immer und überall zu benutzen. So verwundert es wenig, dass er es bereits in seinem allerersten Satz im Kult-Krimi aussprach: "Zottel, du Idiot, hör auf mit der Scheiße." Und auch in seinem letzten Fall durfte das Wort natürlich nicht fehlen. Diese Macke machte ihn authentisch und sympathisch. Ein Grund, wieso er für viele noch bis heute als der absolute "Tatort"-Liebling gilt.

 

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